Letztes Update:
20200723102752

Ärztepräsident: Corona-Tests an Flughafen können helfen

06:51
23.07.2020
Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, hat sich für die Einrichtung von Corona-Testzentren an Flughäfen ausgesprochen. „Die Corona-Pandemie ist noch nicht vorbei“, sagte Reinhardt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Reinhardt begrüßte, dass sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern am Mittwoch bei einer Schaltkonferenz auf eine entsprechende Linie geeinigt hatten. An diesem Freitag wollen die Fachminister weiter beraten. Ein Gesamtpaket soll dann auch formal beschlossen werden.

Reinhardt sagte: „Der aktuelle, erneute Anstieg der Infektionszahlen in vielen europäischen Ländern zeigt, wie schnell auch bei uns die Pandemie wieder aufflammen kann.“ Darauf müsse Deutschland sich vorbereiten. „Testzentren an Flughäfen können helfen, eine zweite Corona-Welle nach den Sommerferien zu verhindern“, sagte Reinhardt. „Jeder, der aus einem Corona-Hotspot zurückkommt, sollte sich testen lassen“, so der Ärztepräsident. Das sei zwar nur eine Momentaufnahme. Aber es gelte, die Infektionsketten so früh wie möglich zu unterbrechen.

Max Seidenfaden

Drastischer Corona-Anstieg in Brasilien

06:30
23.07.2020
Die Zahl der täglichen Infektionen mit dem Coronavirus hat in Brasilien einen neuen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Mittwochabend (Ortszeit) 67 860 neue Fälle binnen 24 Stunden. Insgesamt wurden in dem größten und bevölkerungsreichsten Land Lateinamerikas damit bisher 2 227 514 Fälle registriert. Mindestens 82 771 Menschen starben bislang im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19.

Nach den Vereinigten Staaten ist Brasilien derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Experten gehen davon aus, dass die tatsächlichen Zahlen noch deutlich höher liegen, da in Brasilien nur wenig getestet wird. Das Land hat 210 Millionen Einwohner und ist 24-mal so groß wie Deutschland.

Max Seidenfaden

Minister: 2119 Corona-Fälle im Zusammenhang mit Ausbruch bei Tönnies

06:18
23.07.2020
Im Zusammenhang mit dem massiven Corona-Ausbruch beim Fleischverarbeiter Tönnies sind inzwischen mehr als 2000 Infektionsfälle festgestellt worden. „Nach aktuellem Stand ordnen die zuständigen Behörden dem Ausbruch bei Tönnies bislang insgesamt 2119 Fälle zu“, sagte Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag). Bei weiteren 67 Fällen sei ein Zusammenhang möglich.

Laumann wiederholte zudem seine Ansicht, dass die zeitweise Schließung des Tönnies-Betriebs in Rheda-Wiedenbrück rechtens war und das Unternehmen keinen Anspruch auf Lohnkostenerstattung hat. „Ich gehe davon aus, dass das auch vor Gericht Bestand hat“, sagte der CDU-Politiker der Zeitung.

Max Seidenfaden