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„Welt“: Deutschland kann mit zusätzlichen EU-Coronahilfen rechnen

04:38
23.07.2020
Deutschland und Frankreich können nach Informationen der „Welt“ als einzige Länder mit weit mehr Zuschüssen aus dem Corona-Wiederaufbauplan der Europäischen Union rechnen, als die EU-Kommission vorgeschlagen hatte. Nach einer Analyse der Brüsseler Denkfabrik Bruegel könne Deutschland nach vorläufigen Zahlen mit 47,2 Milliarden statt 33,8 Milliarden Euro rechnen, schreibt das Blatt (Donnerstag). Bei Frankreich betrage der Anstieg 7,4 Milliarden auf 50,7 Milliarden Euro.

Der EU-Gipfel hatte die Summe der Zuschüsse aus dem Corona-Wiederaufbauprogramm von 500 auf 390 Milliarden reduziert, dazu kommen 360 Milliarden Kredite. Außer Deutschland und Frankreich müssten alle Mitgliedstaaten mit weniger Geld rechnen, schreibt die „Welt“. Die absolut größten Verlierer seien Spanien (9,5 Milliarden runter auf 71,3 Milliarden) und Polen (11,4 Milliarden runter auf 26,8 Milliarden Euro). Für Österreich seien es nur 3,17 statt 4,79 Milliarden und für die Niederlande 6,4 statt 8,9 Milliarden Euro.

Die Verschiebungen ergeben sich dem Blatt zufolge aus der stärkeren Berücksichtigung des jeweiligen Einbruchs der Wirtschaftsleistung in den Jahren 2020 und 2021. Dies komme den größeren und den von der Pandemie stärker betroffenen Ländern zugute, sagt Zsolt Darvas, Leitender Forscher bei Bruegel. Die endgültigen Zahlen würden 2022 feststehen.

Max Seidenfaden

569 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

04:18
23.07.2020
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 569 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit waren seit Beginn der Corona-Krise mindestens 203 368 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Donnerstagmorgen meldete (Datenstand 23.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben den RKI-Angaben zufolge bislang 9101 mit dem Virus infizierte Menschen - das bedeutet ein Plus von 6 im Vergleich zum Vortag. Bis Donnerstagmorgen hatten 189 000 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 22.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 0,89 (Vortag: 1,04). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel weniger als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 22.7., 0.00 Uhr, bei 1,01 (Vortag: 1,08). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Max Seidenfaden

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Mittwoch, 22. Juli