Letztes Update:
20200723102752

Trump wirbt nach schlechten Umfragewerten für Tragen von Maske

14:31
21.07.2020
Vor dem Hintergrund wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement hat US-Präsident Donald Trump in der Corona-Pandemie für das Tragen von Masken in bestimmten Situationen geworben. „Wir sind vereint in unseren Bemühungen, das unsichtbare China-Virus zu besiegen“, schrieb Trump am Montag auf Twitter. „Und viele Menschen sagen, dass es patriotisch ist, eine Gesichtsmaske zu tragen, wenn man keine soziale Distanz wahren kann. Niemand ist patriotischer als ich, Euer Lieblings-Präsident!“ Dazu twitterte Trump ein Foto, wie er eine Maske mit dem Präsidenten-Siegel trägt.

Bei den allermeisten öffentlichen Auftritten lehnt Trump das Tragen einer Maske für sich selber ab. Ihm wird vorgeworfen, durch seinen Maskenverzicht ein schlechtes Vorbild in der Pandemie abzugeben. Bei einem Krankenhausbesuch am vorvergangenen Samstag hatte Trump dann eine Mund-Nasen-Schutz getragen.

In einer am Freitag veröffentlichten Umfrage der „Washington Post“ und des Senders ABC gaben 79 Prozent an, sie würden in Gegenwart anderer Menschen außerhalb ihres Zuhauses immer oder meistens eine Schutzmaske tragen. 15 Prozent sagten, sie würden nie oder selten eine Maske anziehen. Der Umfrage zufolge hat auch die Kritik an Trumps Krisenmanagement zugenommen. 60 Prozent bewerteten Trumps Vorgehen in der Pandemie als negativ, nur noch 38 Prozent befürworteten es. Im März hatte eine knappe Mehrheit (51 Prozent) Trumps Vorgehen noch gutgeheißen, 45 Prozent hatten es abgelehnt.

Vanessa Ranft

Corona-Krise belastet Pharmakonzern Novartis im zweiten Quartal

11:56
21.07.2020
Trotz guter Geschäfte mit einigen seiner Kassenschlager hat der Schweizer Pharmakonzern Novartis im zweiten Quartal die Corona-Pandemie negativ zu spüren bekommen. Vorratskäufe durch Kunden wie noch im ersten Jahresviertel habe es im zweiten Quartal nicht mehr in dem Ausmaß gegeben, wie das Unternehmen am Dienstag in Basel mitteilte. Die Pandemie beeinträchtigte zudem etwa die Nachfrage nach Mitteln gegen Hautkrankheiten sowie gegen Augenleiden.

Der Umsatz sank im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 11,3 Milliarden US-Dollar (9,88 Mrd Euro). Dank niedriger Ausgaben und einer verbesserten Bruttomarge wuchs das operative Kernergebnis um 1 Prozent auf 3,67 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn lag 11 Prozent unter dem Wert des Vorjahres bei 1,87 Milliarden Dollar. Die Jahresprognose konkretisierte der Konzern: Der Umsatz dürfte demnach nur noch im mittleren einstelligen Prozentbereich wachsen. Vorher hatte der Konzern eine größere Spanne nach oben in Aussicht gestellt.

Sarah Haferkamp