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Grüne: Club- und Festivalszene in Corona-Krise bedroht

11:17
21.07.2020
Mitten in der Corona-Krise haben die Grünen im niedersächsischen Landtag längerfristige finanzielle Hilfen für die gefährdete Club- und Festivalszene gefordert. In Berlin sei das Problem erkannt, in Niedersachsen dagegen sei es «sehr still um die Clubs», sagte die kulturpolitische Sprecherin der Grünen im niedersächsischen Landtag, Eva Viehoff, am Dienstag. Im Stufenplan der Landesregierung für den Weg aus der Krise «finden die Clubs nicht statt». Gunnar Geßner, Chef des Verbandes Klubnetz mit landesweit 33 Spielstätten, Festivals und Clubs, geht davon aus, dass die bisherige Unterstützung nicht reichen wird: «Wir haben echte Sorgen.»

Es sei schwer zu sagen, wie viele Clubs bereits konkret bedroht seien, sagte Geßner. Geschlossen habe bislang noch keiner. Hart getroffen habe die Krise viele 450-Euro-Kräfte in der Szene: «Das sind die Hauptleidtragenden, eine ganze Studentengeneration.» Ohnehin gebe es ein langsames Club-Sterben, das umso stärker ausfalle, je härter der Immobilienmarkt sei. Viehoff warnte, wenn ein Club geschlossen werde, bleibe er dies erfahrungsgemäß für immer. Sie betonte: «Clubs sind Teil der Kulturvielfalt.» Daher müssten sie auch im Planungsrecht als Kulturstätten anerkannt und gefördert werden - und nicht länger als Vergnügungsstätten wie Spielotheken.

Laut der niedersächsischen Corona-Verordnung müssen Clubs und Diskotheken noch geschlossen bleiben.

Sarah Haferkamp

Iran meldet neue Rekordzahl an Corona-Toten an einem Tag

10:45
21.07.2020
Der Iran meldete am Dienstag eine neue Rekordzahl an Corona-Toten. In den letzten 24 Stunden starben 229 Patienten an dem Virus, sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums im Staatsfernsehen. Damit liege die Zahl der Todesopfer aktuell bei 14.634. Im gleichen Zeitraum wurden über 2600 Neuinfektionen erfasst und somit stieg die Zahl der bisher nachgewiesenen Infektionen auf 278.827, wie die Sprecherin Sima Lari sagte.

Der Anstieg sei nach Einschätzung von Experten auf die Lockerungen in den letzten Wochen zurückzuführen. Die wurden nun seit Anfang der Woche wieder größtenteils aufgehoben. Die hatte besonders dazu geführt, dass die Bevölkerung die Hygienevorschriften und auch die Pandemie nicht mehr ernstgenommen habe.

Stefanie Heitmann

Absatz von Fernsehern in der Corona-Krise gestiegen

10:44
21.07.2020
In der Corona-Krise sind in Deutschland in den vergangenen Monaten deutlich mehr Fernseher gekauft worden. Im ersten Halbjahr stieg der Absatz im Jahresvergleich um fünf Prozent auf 3,2 Millionen TV-Geräte, wie die Branchenvereinigung gfu am Dienstag mitteilte. Entscheidend dafür sei der Abverkauf nach dem Ende des Lockdowns im Frühjahr gewesen, sagte gfu-Aufsichtsratschef Hans-Joachim Kamp. So sei der Absatz im Mai um 37 Prozent hochgesprungen und im Juni um 21 Prozent.

Im ersten Halbjahr des vergangenen Jahres waren dagegen 1,5 Prozent weniger Fernsehgeräte verkauft worden.

Einen deutlichen Zuwachs gab es angesichts der verstärkten Heimarbeit in Corona-Zeiten auch bei privat genutzter IT wie Notebooks, Monitoren und Druckern. Hier rechnet die gfu jetzt für dieses Jahr mit einem Umsatzplus von zehn Prozent - ursprünglich war lediglich ein Prozent mehr erwartet worden. Das Geschäft mit Foto-Technik und Hifi-Geräten ging dagegen in der Corona-Krise zurück.

Kamp kündigte seinen Rückzug aus dem gfu-Aufsichtsrat zum 1. August an. Nachfolger wird der Panasonic-Manager Kai Hillebrand.

Sarah Haferkamp