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20200723102752

Continental mit schweren Einbußen in der Corona-Krise

19:55
20.07.2020
Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental hat in der Corona-Krise schwere Einbußen hinnehmen müssen und einen deutlichen Verlust eingefahren. Der Umsatz fiel im zweiten Quartal auf 6,62 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Montagabend nach Börsenschluss auf Basis vorläufiger Zahlen in Hannover mitteilte. Bereinigt um Zu- wie Verkäufe war das ein Minus von 39,8 Prozent. Vor Sondereffekten lag die Marge des Ergebnisses vor Zinsen und Steuern bei minus 9,6 Prozent, was rechnerisch einen operativen Verlust von rund 636 Millionen Euro bedeutet. Ein Jahr zuvor hatte Conti hier noch 868 Millionen Euro verdient.

Das Unternehmen hatte bereits rote Zahlen im zweiten Quartal in Aussicht gestellt. Autobauer hatten ihre Fabriken rund um die Welt wochenlang gestoppt, weil auch die Autohändler im Lockdown schließen mussten. Die Abrufe bei den Zulieferern wurden ebenfalls auf Eis gelegt. Conti hatte zuletzt keine konkrete Jahresprognose mehr ausgegeben und bleibt zunächst auch dabei.

Vanessa Ranft

Weitere Minister der Regierung Bolsonaro mit Corona infiziert

19:36
20.07.2020
Nach dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro haben sich nach eigenen Aussagen auch der Sozialminister und der Bildungsminister mit dem Coronavirus infiziert. „Ich habe jetzt am Vormittag ein positives Testergebnis auf Covid-19 bekommen und werde bereits medikamentös versorgt“, schrieb Milton Ribeiro auf Twitter am Montag. Der evangelikale Pastor war erst vergangene Woche an der Spitze des Bildungsministeriums vereidigt worden.
Zuvor hatte Sozialminister Onyx Lorenzoni in dem sozialen Netzwerk bekanntgegeben, dass bei ihm Covid-19 festgestellt worden sei. Damit haben sich - nach General Augusto Heleno, Chef des Kabinetts für institutionelle Sicherheit, und Energieminister Bento Albuquerque - vier Minister in der Regierung des rechten Bolsonaro, der vor zwei Wochen positiv getestet worden war, mit Corona infiziert.

Brasilien, ein Staat mit 210 Millionen Einwohnern, ist neben den USA derzeit einer der Brennpunkte der Corona-Pandemie. Das größte Land Lateinamerikas durchbrach vergangene Woche die Marke von zwei Millionen bestätigten Infektionen. Täglich melden die Behörden rund 1000 Todesfälle. Inzwischen sind Gesundheitsversorgung und Bestattungswesen auch in Städten im Landesinneren an ihre Grenzen geraten.

Vanessa Ranft