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Protest gegen Corona-Politik im Osten Tschechiens

18:19
20.07.2020
Rund 2000 Menschen haben in der tschechischen Industriestadt Ostrava (Mährisch-Ostrau) gegen die Corona-Politik der Regierung demonstriert. Sie forderten den Rücktritt von Gesundheitsminister Adam Vojtech und warfen dem 33-Jährigen mangelnde Kommunikation vor.

Die Behörden hatten die Maskenpflicht zum 1. Juli landesweit abgeschafft, aber am vorigen Freitag in der östlichen Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien wiedereingeführt. Zudem wurden dort Veranstaltungen ab 100 Teilnehmern untersagt. Begründet wurden die Maßnahmen mit steigenden Infektionszahlen in dem Gebiet.

Damit würden die Bedingungen für Unternehmer auf unvorhersehbare Weise geändert, kritisierten die Veranstalter der Demonstration. Das Krisenmanagement der Regierung sei wirr und chaotisch. Die ohnehin strukturschwache Region fühle sich vergessen. Ostrava liegt knapp 300 Kilometer östlich von Prag. Landesweit gab es in Tschechien bis Montagabend 13975 bestätigte Coronavirus-Infektionen, darunter 4803 aktive Fälle. 359 Menschen starben. 

Vanessa Ranft

WHO besorgt über rasanten Anstieg der Corona-Infektionen in Afrika

17:55
20.07.2020
Der rapide Anstieg der Corona-Infektionen in Afrika besorgt die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die Zahlen seien zwar in den meisten Ländern noch niedrig, der Anstieg aber stark, innerhalb einer Woche in Namibia etwa um 69 Prozent, in Botsuana um 66 Prozent und in Sambia um 57 Prozent, sagte der WHO-Nothilfekoordinator Michael Ryan am Montag in Genf. „Ich bin sehr besorgt, dass wir eine Beschleunigung der Krankheit in Afrika sehen. Wir müssen das sehr ernst nehmen“, sagte Ryan.

In Südafrika lag der Anstieg innerhalb einer Woche bei 30 Prozent. Dort waren die Fallzahlen deutlich höher als in anderen afrikanischen Ländern. Dort gab es nach WHO-Angaben mehr als 360.000 nachgewiesene Infektionen und 5000 Todesfälle. „Südafrika könnte leider ein Vorbote sein“, sagte Ryan. „Es könnte eine Vorwarnung sein, was im Rest von Afrika passieren könnte.“

Vanessa Ranft

Trump will Coronavirus-Briefings wieder aufnehmen

16:57
20.07.2020
Nach wachsender Kritik an seinem Krisenmanagement will US-Präsident Trump seine Pressekonferenzen zur Coronavirus-Pandemie in den USA wieder aufnehmen. „Wir hatten sehr erfolgreiche Briefings“, sagte Trump am Montag im Weißen Haus. Rekordzahlen an Zuschauern hätten seine Auftritte im Fernsehen verfolgt.

Bei den neuen Briefings solle es um Fortschritte bei der Suche nach einem Impfstoff, um Medikamente zur Behandlung von Covid-19-Erkrankungen und um „das China-Virus“ gehen. Außerdem sollten sich führende Vertreter der Pharma-Industrie dort äußern. Das erste Briefing werde voraussichtlich an diesem Dienstag stattfinden.

Bis Ende April war Trump über Wochen hinweg fast täglich bei den Pressekonferenzen der Coronavirus-Arbeitsgruppe des Weißen Hauses aufgetreten. Seine Auftritte dauerten teils länger als zwei Stunden. Manche Aussagen dort brachten dem Präsidenten Kritik ein - etwa eine Überlegung im April, ob es im Kampf gegen das Virus helfen könnte, Menschen Desinfektionsmittel zu spritzen. Später legte Trump den Fokus auf eine schnelle Wiedereröffnung der Wirtschaft und weniger darauf, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Die Neuinfektionen in den USA nehmen seit längerem wieder dramatisch zu.

Vanessa Ranft