Letztes Update:
20190424143938

07:46
23.04.2019
Marc Theisen, der von 1999 bis 2012 COSL-Präsident war, erlebte in seiner Anfangszeit beim Nationalen Olympischen Komitee Großherzog Jean noch aktiv: „Er hatte immer eine sehr enge Beziehung zum Sport. Er war immer gut informiert und stellte viele Fragen. Generell war er sehr sportinteressiert. Sorgen machte ihm aber immer die Dopingproblematik.“ Seine langen Jahre beim IOC sind auch heute noch ein Thema: „Ich habe dies sehr selten bei anderen IOC-Mitgliedern gesehen, dass jemand dermassen beliebt war und ist. Im vergangenen November traf ich den ehemaligen IOC-Präsidenten Jacques Rogge, der sofort fragte, wie es um die Gesundheit des Großherzogs steht. Großherzog Jean war sehr beliebt in IOC-Kreisen. Er war eine große Persönlichkeit, was mir auch Präsident Thomas Bach vor Kurzem noch einmal bestätigte. Solche Persönlichkeiten fehlen heute.“

Yves Bodry

07:45
23.04.2019
Auch wenn der aktuelle COSL-Präsident André Hoffmann Großherzog Jean nicht mehr aktiv im Nationalen Olympischen Komitee erlebt hat, bedauert er den "Verlust eines großen Staatsmannes, der immer im Dienst des Landes stand“. Hoffmann erinnert sich gut an die Feier zum 100-jährigen Bestehen des COSL 2012, an dem Großherzog Jean auch teilnahm: „Er hat immer versucht, überall präsent zu sein, bis zum Schluss.“
Die frühe und lange Mitgliedschaft im Internationalen Olympischen Komitee von Großherzog Jean hat für Hoffmann eine große Bedeutung: „Luxemburg hat sich auf diese Weise auf der Weltkarte des Sports einen Namen gemacht. Durch ein IOC-Mitglied von diesem Kaliber wurden uns viele Türen geöffnet, auch heute noch.“
Für Hoffmann konnte man bei Großherzog Jean „das ehrliche Sportinteresse immer erkennen. wie auch bei seinem Sohn. Es war nicht nur eine Funktion für ihn. Es hat ihn natürlich mit sehr viel Stolz erfüllt, Josy Barthel die Goldmedaille 1952 in Helsinki zu überreichen.“

Yves Bodry

07:53
23.04.2019
Guy Aach, ehemaliger Generalkonsul der FNEL: „Die Nachricht vom Tod von Großherzog Jean macht mich sehr traurig“, so Guy Aach. Der ehemalige Generalkommissar der Fédération nationale des éclaireurs et éclaireuses du Luxembourg (FNEL) blickt auf ein langes und gutes Verhältnis zum Großherzog zurück, den er 1957 kennenlernte. „Für die Scoutbewegung in Luxemburg ist der Tod von Großherzog Jean ein großer Verlust“, sagt Guy Aach. Dass der Scoutismus in Luxemburg so gut laufe, erkläre sich zum großen Teil auch dadurch, dass er mit Großherzog Jean als Chef-Scout über eine emblematische Figur verfügte, in der man sich wiedererkennen konnte. „Er hat durch sein Engagement dafür gekämpft, das Land zu befreien. Er hat sein Leben riskiert“, so Guy Aach. 

Yves Bodry