Die Lausche hat schon immer eine enorme Anziehungskraft – aus nah und fern, von deutscher und von tschechischer Seite, zu jeder Jahreszeit und bei fast jedem Wetter! Mit der Investition wird das Erscheinungsbild des Gipfels aufgewertet. Mit der Aussichtsplattform entsteht ein weiterer attraktiver touristischer Anziehungspunkt im Naturpark Zittauer Gebirge.
Von der Aussichtplattform soll wieder der 360° Rundblick möglich werden, von der Landeskrone über das Iser-, Riesengebirge, den Jeschkenkamm, das Zittauer und Lausitzer Gebirge, den Roll, die Bösige, die Kegelberge des Böhmische Mittelgebirges, die Böhmische und Sächsische Schweiz, das Oberlausitzer Bergland bis hin zu den Königshainer Bergen, darin eingebettet zahlreiche Dörfer und Städte, die unser einmaliges Landschaftsbild zieren.
Hintergrund:
Nach einem langen planungs- und genehmigungsrechtlichen Vorlauf hat die Gemeinde Großschönau im Jahr 2018 mit den Arbeiten zur Gestaltung des Lauschegipfels einschließlich dem Bau einer Aussichtsplattform begonnen. Zunächst wurde der Technikraum für die Deutsche Funkturm GmbH umgebaut. Die Firma Bau GmbH Franke, Hainewalde realisierte die Fundament- und Gründungsarbeiten für die Aussichtsplattform, hat Trockenmauern instandgesetzt, den Treppenaufgang erneuert und das Dach der künftigen „Schutzhütte“ begrünt. Der Aussichtsbereich auf dem ehemaligen Baudenkeller wurde neugestaltet. Der Beton für das Fundament der Aussichtplattform (ca. fast 50 m³) wurde im Oktober 2018 per Hubschrauber von der Fa. Vendana GmbH – Helikoptertransporte mit Sitz in Wuppertal auf den Gipfel geflogen. Dafür waren 130 Flüge notwendig.
Verantwortlich für den Entwurf und die Gestaltung des Gipfelplateaus zeichnet das Bautzner Büro Ralf Reimann. Das Ingenieurbüro Risch ist für die Umsetzung des Entwurfs, die Baubetreuung und SIGE-Leistungen zuständig und hat das IB für Tragwerksplanung A. Klaus, ebenfalls aus Zittau, für die Statik der Aussichtsplattform gebunden. Der Bauhof der Gemeinde Großschönau unterstützt bei Transportarbeiten und Sicherungsleistungen.
Die Prüfstatik für die Turmkonstruktion nahm im Jahr 2019 etwas mehr Zeit als eingeplant in Anspruch. Diese Prüfung war Voraussetzung für die Fertigung der Metallteile der Aussichtsplattform. Die Verzögerung war auf Grund der hohen Arbeitsbelastung und personeller Engpässe des Prüfbüros eingetreten. Die Prüfstatik lag im Frühherbst 2019 vor. Infolge der fortgeschrittenen Jahreszeit und der damit verbundenen Unabwägbarkeiten wurden die Bauarbeiten ins Jahr 2020 verschoben. In der Zwischenzeit hat die Fa. Kratzer Metallbau GmbH, Zittau gemeinsam mit der Großschönauer Fa. Stahl- und Metallbau Pratsch die Stahlkonstruktion für die Aussichtplattform vorgefertigt.
Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf ca. 950.000 € brutto (inkl. Baunebenkosten). Die Erhöhung gegenüber der früheren Kostenschätzung ist bedingt durch die konjunkturelle Lage in der Baubranche, gestiegene Materialkosten und der Erweiterung des Projektes (z.B. eine weitere Trockenmauer).
Die Finanzierung erfolgt mit großzügiger Unterstützung der Bundesrepublik Deutschland und des Freistaates Sachsen. Die Gemeinde Großschönau stellt von dieser Summe einen Eigenanteil von ca. 110.000 € bereit. Die Finanzmittel sind im kommunalen Haushalt abgesichert.