Letztes Update:
20260907181606

Uwe Schmidt (SPD) mahnt zur Ruhe

15:05
07.09.2026
Uwe Schmidt (SPD): „Also: Ruhe bewahren. Wollen wir uns doch erst mal angucken, was die jetzt machen. Wenn der Spitzenkandidat der AfD auf der einen Seite erklärt, wir wollen ja das Land auf links drehen und auf der anderen Seite sagt, ich will aber irgendwie nicht regieren, wenn ich es nicht alleine machen kann, dann weiß ich nicht, was das für demokratisches Verständnis sein soll. Die können doch nicht erwarten, dass die aus dem Stand so viel Prozent bekommen, dass die alles alleine entscheiden können. Kompromisse gehören dazu. Das ist in einer Demokratie so. Es waren auch im Bund nicht immer Liebeshochzeiten in den letzten Jahren, die wir gemeinsam so veranstaltet haben.“

Markus Peters

Thomas Röwekamp (CDU Bremen): Sachsen-Anhalt nicht repräsentativ für Bund

14:37
07.09.2026
Thomas Röwekamp, Vorsitzender der CDU-Landesgruppe Bremen: „Eine rechtsextreme Partei hat sich in einer demokratischen Wahl durchgesetzt. Die CDU hat diese Wahl verloren. Der Regierungsauftrag liegt nicht in den Händen der CDU. Eines der Ergebnisse der Wahl ist, dass wir uns auch nicht darum bemühen sollten. Eine Allparteienkoalition soll nur dazu dienen, die AFD zu verhindern. Das wäre Wasser auf die Mühlen derer, die behaupten, dass die AfD nur um ihrer selbst willen bekämpft wird. Diese Partei wird sich nun selbst darum bemühen müssen, dass ihr Spitzenkandidat eine Mehrheit bekommt."

Das Wahlergebnis sei demnach eine „Abrechnung mit der Bundesregierung und mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Wir befinden uns in einer herausfordernden Situation. Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine, die wirtschaftliche Stagnation, ausufernde Sozialausgaben, die unterlassenen Reformen der vergangenen Jahrzehnte – all das verunsichert die Menschen". Frieden und Wohlstand seien nicht selbstverständlich, sagte er. „Die Zeit ist vorbei, in der wir es allen recht machen konnten. Wir müssen die Reformen trotzdem durchführen, um das hohe soziale Niveau halten zu können.
Ich sehe nicht, dass Sachsen-Anhalt repräsentativ für den Bund ist. Das Land war politisch schon immer besonders."

Markus Peters