Journalist:innen arbeiten heute konsequent nach Leserbedürfnissen bzw. User Needs. Dadurch entwickeln, produzieren und veröffentlichen sie Geschichten anders als vor ein paar Jahren. Das wiederum verändert die Anforderungen an Presse- und PR-Teams. Die Folge: Journalist:innen und Kommunikationsprofis haben sich voneinander entfernt.
Katja Fleischmann, Head of DRIVE bei der Nachrichtenagentur dpa, will mit ihrem Vortrag bei Transforming Media wieder für mehr Verständnis und Zusammenarbeit werben. Mit dem gemeinsamen Login-Pool von DRIVE, den dpa zusammen mit der Beratung Highberg und 30 Regionalverlagen in den vergangenen Jahren aufgesetzt haben, ist für die Zeitungsmacher:innen klar geworden, welche Inhalte gute Chancen im Lesermarkt haben und online Reichweite erzielen. “Daran orientieren sich Redaktionen bei der Recherche, bei der Auswahl und beim Veröffentlichen”, erklärt Fleischmann.
Deutlich wurde und wird aber auch, dass Redaktionen oft an den Bedürfnissen der Lesenden vorbeischreiben. Nutzwert vor News, das ist eines der Ergebnisse der umfassenden Datenanalyse; morgens Einordnung, abends Emotion ein anderes. “Die Media Time für bedürfnisorientierte journalistische Inhalte ist mehr als doppelt so hoch”, gibt die dpa-Managerin den PR-Expert:innen in Würzburg mit. Die klassische Pressemitteilung muss mit der neuen Arbeitsweise der Redaktionen wieder mithalten können.