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Diese Innovationen stützen TV vor Ort

13:33
24.06.2026
  • Mit der halben Stunde an Inhalten, die lausitz.tv täglich für die Menschen von Cottbus aus für die Region Lausitz produziert, bespielt das Team um Senderchefin Kathleen Urbanski  heute viele Kanäle. Auf das "Fußball-Ding (FC Cottbus) können wir nicht verzichten, wir gehen mit allen Themen tief rein in die Region." Und natürlich dürfe der Sender nicht vergessen, Programm für die sorbische Minderheit in der Region zu machen. Die "Medienmacher von morgen", der Nachwuchs, produziert die Themen entsprechend für TikTok, gefördert von der Medienanstalt. KI wird intensiv genutzt, für Recherche, Bildbearbeitung, Übersetzung, aber sie ist "kein Ersatz" für die Redaktionsarbeit.
  • Mit KI geht der Regional-TV-Sender STUDIO 47 aus Duisburg mit einem Team von zwölf Leuten immer weiter. Mit dabei: seit Februar (nach diversen KI-Tools wie dem NewsHub, das inzwischen standardisierte Nachrichtenbeiträge liefert) der KI-Avatar von Wetterprophet Jörg Kachelmann. Möglich wird damit für den kleinen Sender der große Wetterbericht für jeden Ort, jede Straße, individuell präsentiert von Kachelmann. Chefredakteur Sascha Devigne lässt Kachelmann bei den Lokalmedientagen live das Nürnberger Wetter präsentieren. Motto: KI bei der Pflicht, um wieder mehr Kür für die Menschen zu schaffen. 
  • 95 Schweizer Franken pro Mitglied und Jahr sollen dafür sorgen, dass das lokale Programm von Telebasel in die Zukunft geführt werden kann. Nicolas Bieri, Leiter New Business, Mitglied der Geschäftsführung des Basler Senders und verantwortlich für die neu aufgesetzte Stiftung BaselMedia, will mit dem noch jungen Community-Modell vorsorgen für die Zeit, wenn die dritte Erlössäule der Schweizer (Gebühren, Werbung, Steuer-Obulus) wegfällt. Geplant ist das Ende der Gebühren-Unterstützung im Jahr 2028. Bis dahin soll BaselMedia als Erlössäule etabliert sein. Dazu geht das Senderteam unter anderem auf die Theaterbühne, um das Programm und den Wert des Angebots den potenziellen Unterstützer:innen schmackhaft zu machen. Bieris Team hat viele Ideen, um Telebasel noch enger an die Menschen der Grenzstadt heranrücken, unter anderem mit einem Café, das ihnen Einblick in die Produktion geben könnte. Auch will der Sender transparent ab 2027 im TV kommunizieren, wie weit die Gebührenfinanzierung fürs Programm reicht. 

  • WOTSCH.TV feiert bei den Lokalmedientagen seinen ersten Geburtstag. Es ist die Streaming-Heimat von 14 lokalen Senders aus Bayern, geleitet von Thomas Eckl, dem Chef von Niederbayern TV. Präsent ist das Angebot natürlich auch auf den relevanten Social-Media-Kanälen. Eckl "will ehrlich sein" - einer hohen Social-Media-Reichweite (13,7 Mio. Views) bei Facebook, TikTok oder Social Media stehen bisher “überschaubare” Zugriffe auf der Medienplattform selbst gegenüber. Noch. Man sei im Lernprozess, plane mehr Personalisierung, neue Ausspielwege, Kooperationen. “Gemeinsam sind wir stärker, aber jeder einzelne Marke muss erhalten bleiben”, betont Eckl. 

Petra Schwegler

Uns ist bewusst, dass wir nicht allein mit den Einnahmen der Community den Wegfall der Gebühren ausgleichen können. Aber es wird ein wichtiges Zubrot.  Nicolas Bieri, Mitglied der Geschäftsführung, Telebasel 13:45
24.06.2026
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