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Das war die WM-Nacht

06:27
24.06.2026
England enttäuscht gegen Ghana: Das hatten sich Thomas Tuchel und seine Engländer ganz anders vorgestellt. Nach dem fulminanten 4:2 zum Auftakt gegen den WM-Dritten Kroatien kamen die Three Lions in ihrem zweiten Gruppenspiel gegen Ghana nicht über ein torloses Remis hinaus. Dabei zeigten die Engländer nach ihrem Offensiv-Feuerwerk gegen Kroatien dieses Mal im Angriff eine enttäuschende Leistung.

Die besten Chancen vergaben Nico O'Reilly mit einem Kopfball an die Latte und Harry Kane, der den Nachschuss in der 86. Minute über das Tor schoss. Vor 63.983 Zuschauern in Boston verpasste der Bayern-Torjäger die Gelegenheit, sich zum alleinigen WM-Rekordtorschützen Englands zu krönen. So muss er sich die Zehn-Tore-Bestmarke weiterhin mit Gary Lineker teilen.

Kroatien siegt im Jubiläumsspiel von Modric: In seinem 200. Länderspiel feierte Luka Modric mit Kroatien dagegen einen ganz wichtigen Sieg. Der Vize-Weltmeister von 2018 und WM-Dritte von 2022 kam gegen Panama zu einem mühevollen 1:0 (0:0) und wahrte damit seine Chance auf den Einzug in die Zwischenrunde. Vor 43.036 Zuschauern in Toronto traf Joker Ante Budimir in der 54. Minute für die Kroaten (3 Punkte), die im letzten Gruppenspiel auf Ghana (4) treffen. Für Panama bedeutete die zweite Niederlage das vorzeitige WM-Aus.

Kolumbien sicher in K.o.-Phase: Daniel Muñoz hat Kolumbien den vorzeitigen Einzug in die K.-o.-Runde der Fußball-WM beschert. Der Rechtsverteidiger erzielte beim 1:0 (0:0) gegen die Demokratische Republik Kongo den entscheidenden Treffer (76. Minute) zum zweiten Sieg im zweiten Gruppenspiel. Zuvor waren Bayern-Profi Luis Díaz und seine Teamkollegen im mexikanischen Zapopan an Kongos überragendem Torwart Lionel Mpasi fast verzweifelt.

Annika Mayer

„Jetzt ist es leider so. In vier Jahren steht die nächste WM an"

20:40
23.06.2026
Keven Schlotterbeck hat beim WM-Aus seines Bruders Nico mächtig mitgelitten. „Man schaut auch auf den Arzt und wie die Reaktionen sind. Ich weiß, dass Nico ein harter Hund ist und dadurch, dass er nicht sofort aufstand, ist das natürlich nicht so einfach für einen großen Bruder“, sagte der 29 Jahre alte Fußballprofi vom FC Augsburg als Experte bei MagentaTV. „Nichtsdestotrotz tut es mir jetzt unendlich weh, weil die WM für ihn vorbei ist.“ 
Innenverteidiger Nico Schlotterbeck (26/Borussia Dortmund) hatte sich beim 2:1 der deutschen Nationalmannschaft gegen die Elfenbeinküste so schwer am linken Fuß verletzt, dass er für das weitere Turnier ausfällt.
„Knackpunkt für ihn und auch für uns als Familie“
Sein Bruder war bei der Partie in Toronto vor Ort. „Ich habe natürlich mit meinem Bruder gesprochen, aber ich mache es, wie es in den Medien weitergeleitet wurde. Es steht, glaube ich, mehrere Monate dran“, sagte Keven Schlotterbeck zur Ausfallzeit. „Es sieht nicht ganz so rosig aus. Ich will nicht zu viel verraten, das darf er dann machen, in aller Ruhe.“
Der Bruder des Nationalspielers sprach mit Blick auf das WM-Aus von einem „Knackpunkt für ihn und auch für uns als Familie, weil wir ihn gerne weiter unterstützt hätten“. Er blickte dann aber nach vorn: „Jetzt ist es leider so. In vier Jahren steht die nächste WM an, er darf sich dann darauf freuen. Weiter geht’s.“

dpa

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