Aus dem Publikum kommt die Frage, ob es nicht kontraproduktiv sei, China vor allem als Konkurrenten zu betrachten. Für Matthias Ecke ist klar: „Natürlich geht es nicht ohne China.“ Doch müsse man bedenken, dass China in vielen Schlüsselsektoren die klare Strategie verfolge, diese zu dominieren. Ein Blick in die Fünf-Jahres-Pläne der Kommunistischen Partei zeige, wie gezielt dort kurzfristig auch Verluste in Kauf genommen würden, um langfristig durch Skaleneffekte Konkurrenz zu verdrängen. Aktuell profitiere Europa zwar von günstigen Importen. Langfristig bestehe jedoch die Gefahr, dass Preise steigen, sobald Wettbewerber:innen vom Markt verschwunden sind. Genau hier müsse europäische Wirtschaftspolitik gegensteuern. -jl
Johann-Christoph Landgraf