Letztes Update:
20260422151622

China will Schlüsselsektoren dominieren

08:27
22.04.2026
Aus dem Publikum kommt die Frage, ob es nicht kontraproduktiv sei, China vor allem als Konkurrenten zu betrachten. Für Matthias Ecke ist klar: „Natürlich geht es nicht ohne China.“ Doch müsse man bedenken, dass China in vielen Schlüsselsektoren die klare Strategie verfolge, diese zu dominieren. Ein Blick in die Fünf-Jahres-Pläne der Kommunistischen Partei zeige, wie gezielt dort kurzfristig auch Verluste in Kauf genommen würden, um langfristig durch Skaleneffekte Konkurrenz zu verdrängen. Aktuell profitiere Europa zwar von günstigen Importen. Langfristig bestehe jedoch die Gefahr, dass Preise steigen, sobald Wettbewerber:innen vom Markt verschwunden sind. Genau hier müsse europäische Wirtschaftspolitik gegensteuern. -jl

Johann-Christoph Landgraf

Anke Hassel, Professorin für Public Policy an der Hertie School Fossile Energieträger machen uns verletzlich. -jk 08:30
22.04.2026

Energiewende vorantreiben

08:23
22.04.2026
Anke Hassel widerspricht der Einschätzung, hohe Energiepreise seien nur ein kurzfristiges Problem. Diese würden Europa noch lange beschäftigen und sollten nicht allein als Kostenbelastung gesehen werden. Vielmehr liege darin auch eine Chance, den Umbau der Energiesysteme weiter zu beschleunigen. Der erneute Energieschock habe gezeigt, wie verletzlich fossile Abhängigkeiten machten. Technisch wisse man längst, wie der Wandel gelingen könne – jetzt gehe es um konsequente Umsetzung. -jk

Jonas Klimm

Matthias Ecke, Mitglied des Europäischen Parlaments Die Frage ist nicht, ob wir den Trend der Elektromobilität stoppen können, sondern ob wir in dieser Welt noch eine Rolle spielen. -jl 08:19
22.04.2026

Wandel gestalten, nicht verzögern

08:21
22.04.2026
Matthias Ecke spricht auch über den tiefgreifenden Wandel in der Automobilindustrie – und die damit verbundenen Folgen für Beschäftigte. Der Umstieg auf Elektromobilität werde zwangsläufig auch mit Jobverlusten einhergehen, räumt er ein. Gleichzeitig seien die globalen Trends eindeutig: Immer mehr Länder setzen auf E-Mobilität. Der Grund liege auf der Hand, so Ecke: Während Erdöl nicht überall verfügbar sei, gebe es Wind und Sonne nahezu überall. Die eigentliche Frage sei daher nicht, ob sich dieser Wandel aufhalten lasse, sondern ob Europa darin eine aktive Rolle spielen wolle. Kritik übt er an politischen Kräften, die den Wandel aus seiner Sicht verzögern. -jl

Johann-Christoph Landgraf