Letztes Update:
20260417132310
Kapitel

Gender, Politik und die Aushandlung von Gleichheit in der Generation Z.

Feministische Antworten auf die Krise junger Männer

09:41
17.04.2026
Irja Vaateri und Philipp Türmer richten den Blick auf die Frage, wie progressive Politik besser auf die Verunsicherung junger Männer reagieren kann. Vaateri betont, viele Jungen seien daran gewöhnt, mit bestimmten Privilegien aufzuwachsen; zugleich fehlten ihnen heute oft positive Rollenbilder. Für Türmer zeigt die vorgestellte Studie aber auch klar Hoffnung in Bezug auf diese Frage: Zwar bewegten sich junge Männer politisch stärker nach rechts und junge Frauen stärker nach links, doch gerade darin liege auch der Auftrag, überzeugende Antworten zu entwickeln. Für ihn ist dabei nicht verhandelbar, dass sozialdemokratische Politik immer auch eine feministische Agenda bleiben müsse. Beide machen deutlich, dass feministische Politik stärker mit Fragen wie Wohlstand, Wohnen, Bildung und Zukunftschancen verbunden werden müsse – und dass die Krise von Männlichkeit auch eine Chance sein kann, Männlichkeit neu zu denken. -fw

Felix Winnands

Krise junger Männer? Krise einer Generation!

09:28
17.04.2026
Gefjon Off und Elena Avramovska stellen die Ergebnisse einer Studien mit Fokusgruppen aus der Gen Z vor. Eines ihrer Ergebnisse zeigt, dass die viel diskutierte „Krise junger Männer“ oft der Ausdruck einer Verunsicherung einer ganzen Generation sei, die mit multiplen Krisen, Zukunftsangst und Unsicherheit konfrontiert ist. Gerade junge Männer griffen in dieser Lage häufiger auf traditionelle Familienbilder zurück, weil diese vermeintlich Orientierung böten. Das verändere die Sicht auf Feminismus und Gleichstellung ebenso wie den Blick auf Demokratie: weniger ideologisch, stärker pragmatisch und geprägt von der Frage, ob Demokratie im Alltag tatsächlich liefere. Off und Avramovska plädieren deshalb dafür, generationelle Unsicherheit ernst zu nehmen, mentale Gesundheit stärker in den Blick zu rücken, Nullsummen-Narrative zu überwinden und mit konkreter Politik auf Alltagsprobleme zu antworten. -fw

Felix Winnands

Lina Gálvez Muñoz, MdEP Feminismus ist die radikalste demokratische Bewegung. -fw 09:14
17.04.2026