Lina Gálvez Muñoz macht deutlich, dass Frauen trotz aller Fortschritte weiterhin strukturell benachteiligt werden – etwa auf dem Arbeitsmarkt, bei Einkommen, Armut und Care-Arbeit. Hinzu kämen geschlechtsbezogene Vorurteile, während Macht gerade in der Wirtschaft nach wie vor vor allem bei Männern liege. Gleichzeitig beobachtet sie eine verzerrte Wahrnehmung, in der zunehmend von „umgekehrter Diskriminierung“ gesprochen werde. Dem hält Gálvez Muñoz eine klare feministische Position entgegen: Geschlechtergerechtigkeit und wirtschaftliche Gerechtigkeit seien keine Gegensätze, sondern verstärkten einander. Feminismus, so ihre Botschaft, sei ein demokratisches Projekt der Gleichheit und Befreiung. -fw
Felix Winnands