Milliardär:innen zu besteuern löse zwar nicht alle Probleme, aber ohne ihren Beitrag in der Gesellschaft blieben viele Lösungen außer Reichweite. Eine gerechte Besteuerung müsse der Anfang sein, sagt Zucman. Als „superreich" definiert er Personen mit mehr als 100 Millionen US-Dollar Vermögen – genau an diesem Punkt versage die Individualbesteuerung. Einkommensteuern würden ab diesem Punkt nicht mehr ausreichen; es brauche zusätzliche Instrumente. Zucman betont außerdem, dass extremes Vermögen keine virtuelle Größe ist, sondern echte Macht: Wenn Elon Musk erklärt, Tesla mache keinen Gewinn, und gleichzeitig Twitter kauft, hat das reale Folgen für Millionen. Deshalb sei es unerlässlich, Verantwortung verbindlich zu machen, nicht bloß auf Freiwilligkeit zu hoffen. -nk
Niclas Kreft