Gabriel Zucman, Paris School of Economics, beginnt seine Keynote mit einer drastischen Diagnose: In den letzten zehn Jahren ist das Vermögen von Milliardär:innen explosionsartig gewachsen. Heute besitzt das oberste 0,00001 Prozent der Milliardär:innen bis zu 17 Prozent des weltweiten BIP. Diese extreme Konzentration ermögliche es Vermögenden, Medien zu kaufen, Märkte zu beeinflussen und politischen Einfluss zu nehmen – das sei eine klare Bedrohung für die Demokratie. Zucman zeigt Grafiken, die belegen, dass das Steuersystem oft regressiv wirkt: Mittelschichten trügen relativ höhere Belastungen, während Milliardär:innen die niedrigsten effektiven Steuersätze hätten. Er fordert strukturelle Reformen, nicht nur die Kritik an einzelnen Persönlichkeiten. -nk
Niclas Kreft