Letztes Update:
20260418063729

Neue Regeln für eine krisenhafte Weltwirtschaft

11:47
17.04.2026
Auf die Frage, was Regierungen jetzt tun können, setzt Martín Guzmán auf progressive Bündnisse auf regionaler und nationaler Ebene – und perspektivisch auf eine „Koalition der Willigen“, die Ressourcen bündelt. Kevin Casas-Zamora betont, dass ein reformiertes internationales System möglich sei, wenn sich wieder mehr Akteur:innen zu einem regelbasierten Welthandel bekennen. Solche Regeln müssten vor allem in der Lage sein, private Akteure wirksam zu begrenzen, die sich derzeit vielerorts politischer Kontrolle entziehen. Katherine Tai hält Regeln ebenfalls für zentral, macht aber deutlich: Die bestehenden Regeln hätten genau jene Realität mit hervorgebracht, in der wir heute stecken – deshalb brauche es neue, bessere Regeln. Isabella Weber sieht besonders die EU in einer Schlüsselrolle, um in dieser Krisenlage Koordination zu organisieren und einen ruinösen Überbietungswettbewerb reicher Staaten etwa um Öl und andere kritische Ressourcen zu verhindern. Wenn das nicht gelinge, drohten weiter steigende Lebenshaltungskosten und neue globale Verwerfungen. -fw

Felix Winnands

Der Globale Süden trägt die Last

11:37
17.04.2026
Ereignisse wie der Krieg in der Ukraine und die Pandemie haben zu einer noch ungleicheren Verteilung der Ressourcen geführt, sagt Isabella Weber. Während der globale Norden trotz Krisen keine schwerwiegenden Folgen zu befürchten habe, gebe es im Globalen Süden schwerwiegende Folgen wie Hungerkrisen. Politische und wirtschaftliche Eliten profitierten dagegen sogar noch mehr von dieser Umverteilung. Das sei ein zentrales Problem unserer Zeit. -nk

Niclas Kreft

Isabella Weber, University of Massachusetts  Die Lasten der Krisen werden ungleich verteilt zum Vorteil einer globalen Elite, während der Globale Süden unter wachsendem Hunger leidet. -nk 11:36
17.04.2026