Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat sich die AfD der CDU als Koalitionspartner angeboten. Seine Partei sei bereit, "eine CDU-Regierung zu stützen oder sogar in eine Koalition einzutreten", sagte Landes-Parteichef Emil Sänze am Freitag in Stuttgart. Die überwiegende Mehrheit in Baden-Württemberg habe konservativ gewählt.
Die AfD wurde in Baden-Württemberg mit 18,8 Prozent drittstärkste Kraft hinter Grünen und CDU. Es war das bisher beste Abschneiden für die Partei in einem westdeutschen Bundesland.
Ko-AfD-Landeschef und Spitzenkandidat Markus Frohnmaier sagte bei einer Pressekonferenz in Stuttgart, es habe bei der Landtagswahl mit CDU und AfD nur zwei Parteien mit Zuwächsen gegeben. "Das ist ein ganz klares Signal der Wähler, nämlich für eine Veränderung in der Politik." Der Wähler habe sich dafür entschieden, "dass man keine grüne Politik mehr in Baden-Württemberg wünscht". Vielmehr seien AfD und CDU gemeinsam stärkste Kraft. "Und daraus müsste eigentlich auch ein Auftrag entspringen."
Frohnmaier forderte die Landes-CDU auf, "darüber nachzudenken, ob sie die alberne Brandmauer-Politik aufrecht erhalten möchte" und sich weiter zum Steigbügelhalter für grüne Politik in Baden-Württemberg machen wolle, "oder ob man endlich auch mit der AfD in Gespräche geht".
Der CDU-Landeschef Manuel Hagel hatte auch zuletzt immer wieder betont, dass eine Zusammenarbeit mit der AfD für ihn nicht infrage komme.