Letztes Update:
20260305181231

Deutschland plant keine Verstärkung im Nahen Osten

17:47
05.03.2026
Deutschland plant als Reaktion auf die militärische Eskalation in Nahost keine Truppenverstärkungen in der Region. Das gelte auch für Berichte, wonach die Entsendung einer zusätzlichen Fregatte nach Zypern geprüft werde, machte das Verteidigungsministerium in Berlin deutlich.

„Wir tauschen uns eng mit unseren Verbündeten und Partnern, auch mit Zypern, zur aktuellen Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten aus. Deutschland plant derzeit keine zusätzlichen deutschen militärischen Fähigkeiten, die über die Beiträge zu den laufenden Einsätzen (OIR, UNIFIL, ASPIDES, NMI) hinausgehen“, sagte ein Sprecher des Ministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Der deutsche Fokus liege weiterhin auf signifikanten Beiträgen an der Ostflanke der Nato sowie an der Nordflanke. „Wir planen keine Entsendung einer Luftverteidigungsfregatte. Die Fregatte „Sachsen“ nimmt an der Nato-Übung Cold Response teil, ist somit eingebettet in Arctic Sentry, und damit ein wichtiger Beitrag für die Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktisregion“, sagte der Sprecher.

Es gelte, was Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch März im Bundestag gesagt habe: Deutschland sei nicht Kriegspartei. Die Bundeswehr beteilige sich nicht an diesem Krieg.

Lucas Brüggemann

Iranische Stiftung: Mehr als 1.200 Tote nach Angriffen auf Iran

16:49
05.03.2026
Im Iran sollen bei den israelischen und US-Luftangriffen bereits mindestens 1.230 Menschen getötet worden sein. Das berichteten iranische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die staatliche Stiftung für Märtyrer und Veteranen. Nach Angaben des Staatssenders Iribnews sind unter den Todesopfern Zivilisten wie Militärangehörige.

Bei der Organisation handelt es sich um eine staatlich finanzierte Stiftung, die seit ihrer Gründung Familien von im Krieg getöteten Menschen sowie Kriegsversehrten finanzielle und institutionelle Unterstützung gewährt. Sie veröffentlicht in Kriegszeiten auch Daten über Opfer. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

Jan-Felix Jasch