Letztes Update:
20260305170655

Iran-Krieg legt zentrales WHO-Lager in Dubai lahm

14:37
05.03.2026
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat wegen des Iran-Kriegs den Zugang zu einem ihrer größten Logistikzentren und Materiallager für weltweite Noteinsätze verloren. Die Einrichtung liegt in Dubai. Dort seien alle Aktivitäten aufgrund der Sicherheitslage vorerst eingestellt worden, sagte die WHO-Direktorin für die Region, Hanan Balkhy bei einer Pressekonferenz. Material im Wert von 18 Millionen Dollar (15,5 Euro) sei dort nun blockiert, und Nachschub im Wert von acht Millionen Dollar, der per Schiff angeliefert werden sollte, könne das Zentrum nicht erreichen.

In dem Lager liegen Medikamente und medizinisches Material für Noteinsätze und zur Unterstützung geschwächter Gesundheitssysteme in aller Welt. Dazu gehört unter anderem alles zur Versorgung von Verwundeten in Konflikten, von Betroffenen bei Erdbeben oder Überschwemmungen sowie Medikamente etwa für Bluthochdruck oder Diabetes. In manchen Jahren versorgt die WHO nach eigenen Angaben mehr als 20 Millionen Menschen in rund 70 Ländern von Dubai aus.

Laura Kurtz

EU und Golfstaaten vereinbaren gemeinsame Iran-Diplomatie

14:14
05.03.2026
Die EU und mehrere einflussreiche Golfstaaten wollen gemeinsame diplomatische Bemühungen für ein Ende des Iran-Kriegs unternehmen. Ziel sei es, eine dauerhafte Lösung herbeizuführen, heißt es in einer Erklärung der Außenminister beider Seiten. Diese solle letztlich dem iranischen Volk die Entscheidungsgewalt über seine Zukunft verschaffen und gleichzeitig den Bau einer iranischen Atombombe verhindern.

Zudem wird als Ziel ausgegeben, die Produktion und Verbreitung ballistischer Raketen, unbemannter Luftfahrzeuge und anderer sicherheitsbedrohender Technologien zu beenden und den Iran an weiteren destabilisierenden Aktivitäten in der Region und in Europa zu hindern.

Jan-Felix Jasch

Aserbaidschan mobilisiert Armee nach Drohnenangriff

13:46
05.03.2026
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Aliyev hat wegen des mutmaßlich iranischen Drohnenangriffs auf die Exklave Nachitschewan die Streitkräfte des Südkaukasus-Staates in Einsatzbereitschaft versetzt. Das meldete die staatliche Nachrichtenagentur Azertag von einer Sitzung des nationalen Sicherheitsrates in Baku.

Die Armee solle zu jeder Art Einsatz bereit sein, sagte Aliyev demnach. Vorher waren Drohnen am Flughafen und in Nähe einer Schule in Nachitschewan eingeschlagen. Der Iran bestreitet eine Verantwortung für den Angriff.

Der Staat Aserbaidschan verurteile den „abscheulichen Terrorakt“, hieß es in einer Erklärung von Aliyevs Präsidialamt. Der Iran müsse Auskunft geben, die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Aserbaidschan beteilige sich nicht an Operationen gegen den Iran. Es schütze aber seine territoriale Integrität und werde sie weiter schützen.

Jan-Felix Jasch