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Entwarnung nach Berichten über Raketenstart in Richtung Zypern

10:11
04.03.2026
Nach der Sichtung eines verdächtigen Flugobjekts aus dem Libanon hat Zypern seinen Luftraum vorübergehend geschlossen. Die Regierung gab kurz darauf Entwarnung: „Es gibt keinerlei Anzeichen dafür, dass eine Bedrohung für das Land vorliegt“, erklärte Regierungssprecher Konstantinos Letybiotis.

Die Sperrung hatte unmittelbare Folgen für den Flugverkehr: Mindestens ein Flug von Athen nach Larnaka musste umkehren. Ein Passagier berichtete griechischen Medien, der Pilot habe „militärische Gründe“ für die Rückkehr genannt. Ein weiteres Passagierflugzeug musste mehrere Runden über Zypern drehen, bevor es in Larnaka landen konnte, wie zyprische Medien berichteten.

Personal der US-Botschaft sucht Schutz im Keller

Laut dem zyprischen Rundfunk RIK begab sich das Personal der US-Botschaft in Nikosia vorübergehend in den Keller der Vertretung. Zwei seit Montag auf der Insel stationierte griechische F-16-Kampfjets nahmen an der Such- und Abfangaktion teil, wie RIK berichtete.

Hintergrund der erhöhten Alarmbereitschaft ist ein Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt Akrotiri nahe Limassol in der Nacht zum Montag. Zwei weitere Drohnen wurden abgefangen. Die Drohnen kamen vermutlich aus dem rund 200 Kilometer entfernten Libanon.

Internationale Verstärkung in der Region

Mehrere Nato- und EU-Staaten verstärken nun ihre militärische Präsenz in der Region. Großbritannien kündigte den Einsatz von Hubschraubern zur Drohnenabwehr sowie die Entsendung eines Kriegsschiffs an. Frankreich plant laut der staatlichen Nachrichtenagentur Cyprus News Agency (KYPE/CNA) die Verlegung von Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systemen sowie einer Fregatte ins östliche Mittelmeer. Griechenland hat bereits vier F-16 nach Zypern entsandt; zwei griechische Fregatten trafen am Mittwoch vor Zypern ein.

Lucas Brüggemann

Israel setzt Angriffe auf Iran und Libanon fort

10:09
04.03.2026
Die israelische Armee hat am fünften Kriegstag umfangreiche Angriffe auf Teheran gestartet. Ziel sei die Infrastruktur des iranischen Regimes, meldeten israelische Medien am Mittwoch. Gleichzeitig hätten die Streitkräfte ihre Angriffe auf Kommandeure der Hisbollah im Libanon ausgeweitet.

Seitdem die pro-iranische Hisbollah-Miliz in der Nacht zu Montag in den Konflikt eingetreten war, griff die israelische Armee nach eigenen Angaben mehr als 250 Ziele im Libanon an, darunter 100 allein am Dienstag. Ziele seien Raketenwerfer, Waffendepots, Hauptquartiere der Hisbollah und anderer Terrorgruppen sowie deren Kommandeure gewesen.

Schwankende Angaben zu Vertriebenen

Nach Schätzungen des israelischen Militärs folgten rund 300.000 libanesische Zivilisten der Aufforderung, ihre Dörfer zu verlassen. Über Nacht seien mehr als ein Dutzend weitere Dörfer im Südlibanon zur Räumung aufgefordert worden, meldeten Medien unter Berufung auf die israelische Armee.

Die libanesische Katastrophenschutzbehörde spricht laut nationalen Medien dagegen von mehr als 58.000 Menschen, die durch die Angriffe Israels auf den Libanon vertrieben worden seien.

Lucas Brüggemann