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Experten: Iran-Krieg könnte Lebensmittelpreise erhöhen

09:53
04.03.2026
Der Krieg im Iran könnte nach Einschätzung von Experten die Preise für Verbraucher in Deutschland nicht nur an der Zapfsäule steigen lassen. «Natürlich könnte der Krieg Kosteneffekte bei Lebensmitteln nach sich ziehen. Die Beschaffungswege sind kosten- und energieintensiv», sagt Boris Hedde, Geschäftsführer des Handelsforschungsinstituts IFH Köln. Schon nach Beginn des Kriegs in der Ukraine seien die gestiegenen Aufwendungen für Lieferung, Logistik und Energie bei den Verbrauchern angekommen, so Hedde. Viele Lebensmittel wurden damals deutlich teurer.

Auch Michael Grömling, Forscher am Institut der deutschen Wirtschaft (IW), hält solche Folgen wieder für möglich: «Die aktuelle Nahostkrise dürfte die gesamte Rohstoffproblematik und damit die inländischen Produktionskosten weiter beeinträchtigen. Wann und wie stark dies auf die Lebensmittelpreise für Endverbraucher durchschlägt, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwer abzuschätzen.» Das hänge von der Dauer der Krise und den vielfältigen Störungen im internationalen Austausch ab.

Olga Merz

Fraport: Mehrere Flüge aus Konfliktregion könnten ankommen

09:24
04.03.2026
Nach zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Kriegs werden heute am Flughafen Frankfurt mehrere Flüge aus dem Nahen Osten erwartet. Man könne keine genauen Angaben machen und die Lage sei sehr volatil, sagte eine Sprecherin von Fraport, dem Flughafenbetreiber in Frankfurt. Derzeit zeichne sich aber ab, dass einige Flugbereiche wieder geöffnet seien.

Aktuell stünden Bewegungen nach und von Dubai, Bahrain, Maskat, Beirut, Riad und Amman auf dem Flugplan, sagte die Sprecherin. So könnten den Angaben zufolge heute fünf Flugzeuge aus der Konfliktregion in Frankfurt landen.

Ein Flug aus Dubai mit geplanter Ankunft heute Morgen sei aber bereits kurzfristig wieder annulliert worden, sagte die Sprecherin weiter. Das sei weiterhin jederzeit möglich.

Flugbetrieb von und nach Tel Aviv oder Doha nicht möglich

Weiterhin definitiv nicht möglich sind demnach Flüge von und nach Tel Aviv und Doha. Bereits jeweils mehr als ein Dutzend ankommende und herausgehende Flüge in die Region seien heute storniert worden.

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts seit dem Wochenende sitzen Zehntausende Menschen fest, die im Nahen Osten Urlaub machen oder einen der dortigen Flughäfen als Drehkreuz nutzen wollten. Viele Staaten haben ihren Luftraum geschlossen, Kreuzfahrtschiffe liegen in Häfen fest.

Gestern Nachmittag landete erstmals wieder eine Maschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai in Frankfurt am Main. Am späten Abend kam ein weiterer Flieger am Flughafen München an.

Lucas Brüggemann