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Ölpreise steigen weiter deutlich

08:25
04.03.2026
Die Ölpreise setzen ihren Höhenflug nach dem Beginn des Iran-Krieges fort. Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die US-Marine Tankschiffe bei der Durchfahrt durch die Straße von Hormus - falls erforderlich - eskortieren wird, konnte den Anstieg nur zeitweise bremsen.

Im frühen Handel wurde Brent-Öl aus der Nordsee mit Lieferung im Mai bei 84,07 US-Dollar je Barrel (159 Liter) gehandelt. Das sind etwas mehr als drei Prozent über dem Niveau vom Vorabend. Seit dem Beginn der Angriffe der USA und Israels gegen den Iran am Wochenende hat sich Brent-Öl um mittlerweile etwa 16 Prozent verteuert. Am Dienstag wurde bei 85,12 Dollar zeitweise der höchste Stand seit Juli 2024 erreicht.

Schifffahrt durch Straße von Hormus ruht faktisch

Am Dienstag hatte US-Präsident Trump Schutz für Schiffe in der für den globalen Handel von Energierohstoffen wichtigen Straße von Hormus versprochen. „Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Zudem habe er die zuständige Behörde für Entwicklungsfinanzierung DFC angewiesen, Risikoversicherungen und Garantien für den gesamten Seehandel in der Region anzubieten.

Die Ankündigung von Trump erfolgte, nachdem die Schifffahrt durch die Straße von Hormus nach der Drohung von Angriffen auf Tanker durch den Iran faktisch zum Erliegen gekommen ist.

Nach Einschätzung von Analysten der ING Bank dürfte es noch einige Zeit dauern, bis mit der Eskortierung von Tankern durch die Meerenge am Persischen Golf zu rechnen sei. Zuvor müsse erst die Angriffsfähigkeit des Irans geschwächt werden.

Lucas Brüggemann

Libanon: Israel greift Hotel in Vorort von Beirut an

08:08
04.03.2026
Israel hat in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut nach dortigen Angaben ein Hotel angegriffen. Fünf Menschen seien verletzt worden, eine davon lebensgefährlich, sagte der Hotelbesitzer der Deutschen Presse-Agentur. Es handle sich bei der Schwerverletzten um eine Frau, die an der Rezeption des Hotels arbeitete. In dem Hotel hätten sich Menschen aufgehalten, die vor Israels Angriffen im Raum Beirut geflohen seien.

Einen Aufruf zur Evakuierung gab es anders als bei vielen der israelischen Angriffe im Libanon nicht vorher. Deshalb kam die Vermutung auf, dass bei dem Angriff etwa ein hochrangiges Mitglied der Hisbollah-Miliz gezielt getötet werden sollte. Das Hotel liegt aber nicht in einem der Vororte, in denen die Hisbollah besonders stark vertreten ist und viele Anhänger hat.

Olga Merz