Letztes Update:
20260304082815

Israel kündigt Tötung auch von Chameneis Nachfolger an

07:49
04.03.2026
Israel hat gedroht, es werde auch den Nachfolger des iranischen Staatsoberhaupts und Religionsführers Ajatollah Ali Chamenei töten. Chamenei war am Samstag bei einem israelischen Angriff getötet worden.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz schrieb in einem Post auf der Plattform X, jeder Anführer, der im Iran ernannt werde, «um weiterhin das Programm zur Vernichtung Israels voranzutreiben, die USA, die freie Welt und die Staaten der Region zu bedrohen und das iranische Volk zu unterdrücken, wird ein eindeutiges Ziel für eine Eliminierung sein». Es spiele dabei keine Rolle, «wie er heißt oder wo er sich versteckt».

Man werde sich weiterhin gemeinsam mit den USA dafür einsetzen, «die Fähigkeiten des Regimes zu zerschlagen und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das iranische Volk es stürzt und ersetzt». Als einer der möglichen Nachfolger Chameneis gilt sein Sohn Modschtaba.

Olga Merz

China appelliert an USA und kritisiert Vorgehen im Iran

06:55
04.03.2026
Wenige Wochen vor einem möglichen China-Besuch von US-Präsident Donald Trump hat Peking an stabile Beziehungen zu Washington appelliert. „China ist bereit, mit den Vereinigten Staaten zusammenzuarbeiten, um die Kommunikation auf allen Ebenen und über alle Kanäle zu stärken und einen größeren Raum für Zusammenarbeit beider Seiten zu schaffen“, sagte der Sprecher des Nationalen Volkskongresses, Lou Qinjian, in Peking einen Tag vor Eröffnung der jährlichen Tagung des nicht frei gewählten Parlaments.

Zugleich sagte Lou, China habe seine Grundsätze und werde seine Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen verteidigen. Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump stünden in regelmäßigem Kontakt. Die „Diplomatie der Staatsoberhäupter“ spiele eine unerlässliche Rolle für die Beziehungen zwischen den USA und China.

Angesprochen auf die Lage im Iran betonte Lou, dass China besorgt sei. Kein Land habe das Recht, internationale Angelegenheiten zu kontrollieren, über das Schicksal anderer zu bestimmen, sagte er ohne ein bestimmtes Land zu nennen. China wolle weiter die Rolle eines verantwortungsbewussten Landes übernehmen und fordere ein Ende der Militäroperationen.

Trumps China-Besuch

Trump hatte selbst einen Besuch im April in Aussicht gestellt. Peking bestätigte die Reise bislang nicht. Laut Medienberichten soll vor Trumps China-Besuch in der kommenden Woche noch eine sechste Verhandlungsrunde im Handelsstreit zwischen Vertretern Washingtons und Pekings in Paris stattfinden. Das chinesische Außenamt und das Handelsministerium äußerten sich nicht zu den Berichten.

Chinas Nationaler Volkskongress wird ab Donnerstag bis zum 12. März in Peking zusammentreten. Die fast 2.800 Abgeordneten werden dabei den Arbeitsbericht der Regierung verabschieden ebenso wie den Fünfjahresplan, der Chinas Ziele unter anderem in Wirtschaft und Technologie für die kommenden Jahre bis 2030 absteckt.

Lucas Brüggemann