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Wegen Iran: Trump übt scharfe Kritik an Madrid und London

17:31
03.03.2026
US-Präsident Donald Trump hat bei einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Kritik an den Regierungen in Spanien und im Vereinigten Königreich geübt. «Spanien hat tatsächlich gesagt, dass wir ihre Stützpunkte nicht nutzen dürfen», sagte Trump im Weißen Haus mit Blick auf die US-Angriffe auf den Iran. Niemand könne den USA vorschreiben, was sie zu tun oder zu lassen hätten. Wenn die USA wollten, könnten sie die Stützpunkte auch ohne Erlaubnis nutzen.

«Sie waren unfreundlich», sagte Trump. Und deshalb habe er seinen Finanzminister Scott Bessent angewiesen, «alle Deals» mit Spanien einzustellen. Welche Abkommen Trump meinte, blieb zunächst unklar.

«Ich bin ebenfalls nicht glücklich über das Vereinigte Königreich», sagte Trump. Großbritannien hatte den USA britischen Medien zufolge erst verweigert, Angriffe auf den Iran von britischen Stützpunkten durchzuführen. Am Sonntagabend lenkte Starmer ein und erlaubte die Nutzung in begrenztem Umfang. Trump sagte, es hätte deutlich bessere Lösungen dafür gegeben.

Manuela Kanies

Merz betont bei Trump Einigkeit in Iran-Politik

17:12
03.03.2026
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat bei seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump Übereinstimmung in der Iran-Politik betont. «Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran gestürzt werden muss», sagte Merz in seinem kurzen Eingangsstatement bei seinem zweiten Besuch bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Er freue sich sehr «über die Gelegenheit, in diesen schwierigen Zeiten mit Ihnen zu sprechen». Man werde aber auch «über die Zeit danach sprechen, darüber, was dann geschieht, wenn sie gestürzt sind», ergänzte Merz.

Deutschland ist an den Angriffen wie die anderen europäischen Nato-Verbündeten der USA nicht beteiligt. Merz hatte am Sonntag auf die Risiken einer Ausweitung des Kriegs hingewiesen und Zweifel daran geäußert, ob auf diese Weise ein Machtwechsel herbeigeführt werden kann. Er äußerte aber auch Verständnis für die Militäraktion und verzichtete auf Kritik.

Manuela Kanies