Letztes Update:
20260303170550

Nahost: Europäische Staaten starten erste Evakuierungsflüge

17:05
03.03.2026
Mehrere Länder bringen nach der Eskalation im Nahen Osten die ersten Evakuierungsflüge für ihre Staatsbürger auf den Weg. 175 Spanier seien von Abu Dhabi aus mit einer Linienmaschine gestartet und auf dem Weg nach Madrid, teilte Außenminister José Manuel Albares mit. 

Nach Schätzungen der Behörden in Madrid halten sich derzeit rund 30.000 Spanier in der Konfliktregion auf. Weitere Flüge seien geplant, um die Ausreise vor allem aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zu beschleunigen, sagte Albares. Dort lebten etwa 13.000 Spanier. Als «schwierigste Situation» bezeichnete er den Iran, wo sich noch etwas mehr als 150 spanische Staatsbürger aufhielten.

Die britische Regierung organisiert ebenfalls einen Charterflug, der in den kommenden Tagen von Maskat im Oman aus starten soll, wie Außenministerin Yvette Cooper im Parlament ankündigte. 130.000 Briten im Nahen Osten registrierten sich Cooper zufolge bis Dienstagmorgen bereits beim Außenministerium.

Polens Regierungschef Donald Tusk sagte, auch sein Land bereite eine Evakuierungsaktion für die polnischen Staatsbürger in der Region vor. Er habe Anweisungen gegeben, dass auf Flüge mit den Regierungsflugzeugen verzichtet werde, damit die Maschinen bereit seien, wenn sich die Möglichkeit biete, erklärte Tusk. Nach seinen Angaben befinden sich rund 14.000 Polen in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Manuela Kanies

Dax wegen Iran-Kriegs weiter auf Talfahrt

17:00
03.03.2026
Der Iran-Krieg verstärkt den Abwärtsdruck an den weltweiten Börsen. Steigende Öl- und Erdgaspreise nähren Konjunktur- und Inflationsängste. Der deutsche Leitindex Dax beschleunigte seine Talfahrt und büßte zum Handelsende 3,44 Prozent auf 23.790,65 Punkte ein. Nach zwei heftigen Verlusttagen ist aus den Kursgewinnen seit Jahresbeginn inzwischen ein klares Minus geworden. Für den MDax der mittelgroßen Börsentitel ging es heute um weitere 3,44 Prozent auf 29.801,02 Punkte nach unten.

«Entscheidend für die Marktstimmung ist, wie sehr sich der Konflikt ausweitet, wie lange er dauert, wie die übrigen Großmächte auf den Angriff reagieren und wie stark die Energiepreise steigen», kommentierte Chris Iggo von BNP Paribas Asset Management.

Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verabschiedete sich 3,6 Prozent tiefer aus dem Handel. In London und Zürich mussten die Anleger ebenfalls weitere Kursabschläge verkraften. An den US-Börsen, die sich zu Wochenbeginn noch vergleichsweise robust gezeigt hatten, ging es mit einem Tag Verzögerung klar nach unten, wenngleich nicht ganz so heftig wie in Europa.

Manuela Kanies

Aus Angst vor Anschlägen – Besuchstag in Synagoge verschoben

16:40
03.03.2026
Die Jüdische Gemeinde in Oldenburg verschiebt wegen des Iran-Kriegs sicherheitshalber ihren Tag der offenen Tür. «Wir müssen die Sicherheit aller Menschen gewähren - von unseren Gemeindemitgliedern, aber auch von allen Besucherinnen und Besuchern», sagte Claire Schaub-Moore, Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde in Oldenburg. Zuerst hatte die «Nordwest-Zeitung» berichtet.

Sicherheitsbehörden hatten der Gemeinde empfohlen, die Veranstaltung am 8. März abzusagen. Geplant waren unter anderem zwei Führungen durch die Oldenburger Synagoge. Wann der Tag der offenen Tür nachgeholt wird, steht nach Angaben der Jüdischen Gemeinde noch nicht fest. «Wir warten, bis sich die Lage beruhigt», sagte Schaub-Moore.

Manuela Kanies