Letztes Update:
20260302143137

Regierung will Kranke und Kinder aus Nahost zurückholen

13:45
02.03.2026
Die Bundesregierung bereitet die Rückholung von Kindern, Kranken und Schwangeren unter den im Nahen Osten gestrandeten Deutschen vor. Dazu würden Maschinen von Fluglinien nach Riad und Maskat geschickt, sagte Außenminister Johann Wadephul (CDU) in Berlin. Ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums hatte zuvor betont, dass ein Rückholen gestrandeter deutscher Urlauber durch die Bundeswehr «das letzte Mittel der Wahl» sei.

Wegen der Eskalation des Nahost-Konflikts infolge der Angriffe der USA und Israels auf den Iran sitzen schätzungsweise 30.000 Urlauber von deutschen Reiseveranstaltern in der Region fest. Über mehreren Ländern ist der Luftraum gesperrt. Von dort sind Rückflüge nicht möglich. 

Laura Kurtz

Hegseth: Ziel von Iran-Einsatz ist nicht Machtwechsel

13:35
02.03.2026
Der andauernde Militäreinsatz gegen den Iran soll US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge nicht zu einem Machtwechsel in Teheran führen. «Dies ist kein sogenannter "Regimewechselkrieg", aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran», sagte er bei einer Pressekonferenz. Er behauptete, dass die USA nicht den Krieg begonnen hätten – «aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn.»

Laura Kurtz

Israels Verteidigungsminister: Iranisches Volk soll Regierung stürzen

12:52
02.03.2026
Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz setzt auf einen Umsturz der Führung im Iran durch die Bevölkerung. Es sei das angestrebte Ergebnis, «dass das iranische Volk in der Lage sein wird, dieses Regime für sich selbst zu beseitigen, und damit auch für uns, für die gesamte Region und für die ganze Welt», sagte er nach Angaben seines Büros bei einer Lagebeurteilung mit hochrangigen Vertretern des Sicherheitsapparats.#

Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Benjamin Netanjahu die Bevölkerung im Iran zum Sturz der politischen Führung in Teheran aufgerufen.

Expertin: Politischer Wandel nicht einfach

Eva Orthmann, Professorin am Institut für Iranistik an der Universität in Göttingen, sagte, ein politischer Wandel unter den Bedingungen des Krieges werde nicht einfach sein. Nach dem Tod des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei werde eine Reihe anderer Personen und Gruppierungen versuchen, ihre Privilegien und Machtanteile zu sichern und auszuweiten. «Die Aufforderung an die Bevölkerung, sich zu erheben, scheinen mir unter den momentanen Bedingungen sehr zynisch – wie soll das gehen unter Bombenhagel?».

Laura Kurtz