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IAEA-Chef: Keine Anzeichen für Atomwaffen-Programm im Iran

12:49
02.03.2026
Aus Sicht der UN-Atomwächter hat es keine Anzeichen für ein Kernwaffen-Projekt im Iran gegeben. «Wir sehen kein strukturiertes Programm zur Herstellung von Atomwaffen», antwortete der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in einer Pressekonferenz in Wien auf eine entsprechende Frage einer Journalistin.

US-Präsident Trump hatte als Begründung für die jüngsten Angriffe auf den Iran unter anderem behauptet, dass die Islamische Republik dabei sei, ihr Nuklearprogramm zur Entwicklung von Atomwaffen wieder aufzubauen. Im vergangenen Jahr hatten die Vereinigten Staaten und Israel wichtige Nuklearanlagen im Iran bombardiert.

Grossi schloss aber nicht aus, dass die aktuellen Militärschläge auf politischen Erwägungen beruhten, oder auf weiteren Informationen zum iranischen Atomprogramm, die der IAEA nicht vorlägen.

Entgegen der Angaben des Iran, dass am Sonntag der Atom-Komplex in Natans attackiert worden sei, beharrte der IAEA-Chef darauf, dass es bislang keine signifikanten Angriffe auf Nuklearanlagen im Iran gegeben habe. Er berief sich dabei auf Satelliten-Aufnahmen.

Laura Kurtz

Bundeswehr hat mehr als 500 Soldaten im Nahen Osten

12:46
02.03.2026
Die Bundeswehr hat mehr als 500 Soldaten als Beitrag zu internationalen Militäreinsätzen im Nahen Osten. Die Männer und Frauen seien allesamt wohlauf und in geschützten Unterkünften oder geschützten Positionen, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Berlin.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) werde sich heute mit den Kontingenten in einer Schalte absprechen und über die Lage informieren lassen. Er verwies auch auf Angriffe auf diese multinationalen Militärstützpunkte am Wochenende, wo die Soldaten eingesetzt seien. Die Bundeswehrangehörigen seien «nicht unmittelbares Ziel» gewesen.

Regierungssprecher Stefan Kornelius machte deutlich, dass Deutschland zum Schutz der eigenen Soldaten bereit sei, sich aber nicht an dem Krieg beteiligt. Er sagte: «Wir reden über den Selbstschutz der Bundeswehr, den Selbstschutz der dort stationierten Soldaten. Die Formulierung bringt zum Ausdruck, dass wir uns das Recht vorbehalten, unsere Soldaten in der Region zu schützen, falls sie angegriffen werden.»

Laura Kurtz