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Merz reist zu Trump nach Washington

17:57
01.03.2026
Zwei Tage nach den Angriffen der USA und Israels auf den Iran reist Bundeskanzler Friedrich Merz am Montag nach Washington, um dort am Dienstag US-Präsident Donald Trump zu treffen. Der zweite Besuch des Kanzlers im Weißen Haus seit seinem Amtsantritt vor zehn Monaten war schon länger geplant. Die Angriffe auf den Iran dürften das Treffen im Oval Office, dem Büro des Präsidenten im Westflügel, nun dominieren.

Deutschland ist an den Angriffen wie die anderen europäischen Nato-Verbündeten der USA nicht beteiligt. Merz hat am Sonntag auf die Risiken einer Ausweitung des Kriegs hingewiesen und Zweifel daran geäußert, ob auf diese Weise ein Machtwechsel herbeigeführt werden kann.

Nach dem Gespräch im Oval Office ist ein Mittagessen mit Trump geplant. Ursprünglich war erwartet worden, dass es vor allem um den Zollstreit mit den USA, den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und die China-Politik gehen würde. Nun wird der Iran im Mittelpunkt stehen.

Der Antrittsbesuch des Kanzlers in Washington Anfang Juni 2025 war - anders als Besuche des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj oder des südafrikanischen Staatschefs Cyril Ramaphosa - harmonisch verlaufen. Trump nannte Merz einen „respektierten“ und „guten Mann“ und versprach: „Wir werden eine großartige Beziehung zu Ihrem Land haben.“

Lucas Brüggemann

VAE übernehmen Hotelkosten für gestrandete Passagiere

17:25
01.03.2026
Die Vereinigten Arabischen Emirate übernehmen nach Behördenangaben angesichts der Eskalation zwischen Israel, den USA und dem Iran die Kosten für Unterkünfte von gestrandeten Passagieren im Land. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur WAM teilte die Generalbehörde für Zivilluftfahrt mit, dass dies „alle Unterbringungs- und Verpflegungskosten für betroffene und gestrandete Passagiere“ betreffe.

Flughäfen und nationale Fluggesellschaften haben den Angaben nach bereits rund 20.200 Passagiere betreut, deren Flüge verschoben werden mussten. Es wurden vorübergehende Unterkünfte, Mahlzeiten und Erfrischungen bereitgestellt, zudem die Umbuchung der Flüge nach den genehmigten Betriebsplänen erleichtert. Zu den Maßnahmen gehöre auch die Umleitung einiger Flüge zwischen den Flughäfen des Landes.

In Saudi-Arabien teilte das Außenministerium mit, dass König Salman auf Vorschlag von Kronprinz Mohammed bin Salman die Unterbringung aller im Land gestrandeten Golfstaaten-Bürger an Flughäfen genehmigt habe, bis deren sichere Rückkehr in ihre Heimat möglich sei.

Lucas Brüggemann

Vermittler Oman ruft zu Deeskalation im Nahen Osten auf

16:51
01.03.2026
Der Außenminister des Vermittlerstaats Oman, Badr al-Bussaidi, hat im aktuellen Iran-Krieg zur Deeskalation aufgerufen. Eine Fortsetzung der militärischen Eskalation trage nicht zur Lösung des Konflikts bei, hieß es aus dem Außenministerium in Maskat. Al-Bussaidi forderte eine sofortige Waffenruhe und die Rückkehr zu diplomatischen Gesprächen.

Er habe bereits mit Irans Außenminister Abbas Araghtschi telefoniert. Dieser habe betont, dass Teheran Frieden wolle und diplomatische Bemühungen zur Beendigung der durch die amerikanisch-israelische Militärkampagne ausgelösten Krise unterstütze.

Gespräche mit befreundeten Ländern

Al-Bussaidi habe zudem mit seinen Kollegen aus „brüderlichen und befreundeten Länder“ gesprochen, um die sich schnell entwickelnde Lage und deren ernste Auswirkungen auf die Stabilität der Region zu erörtern.

Der Oman meldete am Sonntag zum ersten Mal einen mutmaßlich iranischen Drohnenangriff auf den Hafen bei Dukm. Im Oman gibt es zwar keine US-Stützpunkte. Häfen wie der in Dukm können aber vom US-Militär genutzt werden. Oman ist im Atomstreit zwischen den USA und Iran als Vermittler aufgetreten.

Lucas Brüggemann