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Tausende Hisbollah-Anhänger trauern im Libanon um Chamenei

16:32
01.03.2026
Im Gedenken an das getötete iranische Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei haben sich in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut Tausende Anhänger der proiranischen Hisbollah versammelt. Einige riefen Parolen wie „Tod Israel“ und „Tod den USA“, wie ein dpa-Reporter berichtete. Über Lautsprecher wurden Lieder abgespielt, die Religionsführer Chamenei und die sogenannte Achse des Widerstands besingen.

Mehrere Teilnehmer trugen Banner, die die USA und Israel verurteilten. Eine Frau hielt ein Schild, auf dem die iranischen Revolutionsgarden dazu aufgefordert wurden, die US-Botschaft im Nordosten Beiruts anzugreifen. Andere Teilnehmerinnen wurden weinend gesehen.

Die Hisbollah im Libanon gilt als wichtigster nicht staatlicher Partner des Irans und als verlängerter Arm Teherans in der Region. Seit dem Krieg mit Israel im Herbst 2024 gilt sie jedoch als deutlich geschwächt.

Lucas Brüggemann

Iran-Einsatz: Drei US-Soldaten tot, fünf schwer verletzt

15:31
01.03.2026
Beim US-Militäreinsatz gegen den Iran sind drei US-Soldaten getötet und fünf weitere schwer verletzt worden. „Einige andere erlitten leichte Splitterverletzungen und Gehirnerschütterungen – und befinden sich auf dem Weg zurück in den Dienst“, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf X mit. Umfangreiche Kampfhandlungen dauerten an.

Am Vortag hatte das US-Militär mitgeteilt, dass bei Gegenangriffen des Irans keine Toten und Verletzten auf amerikanischer Seite verzeichnet worden seien. Zudem sei der Schaden an US-Einrichtungen minimal gewesen und habe keine Auswirkungen auf den Einsatz gehabt. Der Iran hatte bei seinen Gegenangriffen unter anderem US-Militärstützpunkte in der Golfregion ins Visier genommen, nachdem Israel und die USA das Land attackiert hatten.

Centcom teilte auch mit, dass die US-Streitkräfte bei dem Einsatz namens „Gewaltiger Zorn“ ein iranisches Kriegsschiff ins Visier genommen hätten. „Das Schiff sinkt derzeit an einem Pier in Tschahbahar auf den Grund des Golfes von Oman.“ Das Militär hatte angekündigt, Ziele priorisiert zu haben, „von denen eine unmittelbare Bedrohung ausging“. Unter anderem seien Kommando- und Kontrollzentren der Islamischen Revolutionsgarden, iranische Luftverteidigungsanlagen, Raketen- und Drohnenstartplätze sowie Militärflugplätze ins Visier genommen worden, hieß es.

Lucas Brüggemann