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Israel: Vier Tote bei iranischen Raketenangriffen

12:51
01.03.2026
 Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind nach israelischen TV-Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Nach Angaben des Senders N12 kamen sie beim Einschlag einer Rakete in einem Gebäude in der Stadt Beit Schemesch ums Leben. Weitere Menschen erlitten Verletzungen. Die Stadt liegt westlich von Jerusalem. Auch Einwohner von Tel Aviv berichteten von lauten Explosionen bei den neuen Raketenangriffen.

Millionen von Einwohnern harrten in Schutzräumen aus. „Wir hören immer wieder laute Knallgeräusche, möglicherweise sind das auch Abwehrraketen“, sagte ein Einwohner Tel Avivs. „Es nimmt einfach kein Ende.“ Seit Beginn der israelisch-amerikanischen Angriffe im Iran am Samstagmorgen berichten Einwohner Israels von ständigen Gegenangriffen des Irans auf israelische Bevölkerungszentren, teilweise im halbstündigen Takt.

Am Samstag war bei einem Raketeneinschlag in Tel Aviv eine Frau getötet worden. Insgesamt starben nach offiziellen Angaben bei iranischen Raketenangriffen auf Israel bisher sechs Menschen, Dutzende weitere wurden verletzt.

Lucas Brüggemann

Menschen an Flughäfen gestrandet nach Angriffen in Nahost

12:50
01.03.2026
Wegen der militärischen Eskalation im Nahen Osten kommt der Luftverkehr in großen Teilen der Region weitgehend zum Erliegen. Zahlreiche Lufträume wurden aus Sicherheitsgründen geschlossen, Tausende Reisende saßen fest oder mussten umgeleitet werden. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen mehr als 3.400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha.

Die Luftfahrtbehörde der Vereinigten Arabischen Emirate kündigte eine „vorübergehende und teilweise“ Sperrung des Luftraums an. In Dubai wurden alle Flüge am internationalen Flughafen DXB sowie am Al Maktoum Airport (DWC) bis auf Weiteres ausgesetzt.

Auch in anderen Teilen der Region ist der Luftverkehr stark eingeschränkt. Der Flughafen Tel Aviv bleibt voraussichtlich bis Montag gesperrt. Auch der Luftraum in Katar, Kuwait sowie in Teilen Syriens ist geschlossen. Mehrere internationale Airlines, darunter Lufthansa, British Airways und Turkish Airlines, setzten Flüge in die Region aus oder änderten ihre Routen.

Auch Kreuzfahrtschiffe betroffen

Neben dem Flugverkehr geriet auch der Schiffsverkehr in der Golfregion ins Stocken. Das Kreuzfahrtschiff „MSC Euribia“ mit mehr als 6.000 Passagieren lag Berichten zufolge in Dubai fest, eine geplante Orient-Kreuzfahrt wurde abgesagt.

Vom deutschen Anbieter TUI Cruises liegen die Kreuzfahrtschiffe „Mein Schiff 4“ und „Mein Schiff 5“ fest. „Die Sicherheit unserer Gäste und der Crew hat für uns jederzeit oberste Priorität“, hieß es auf der Website des Anbieters. Eine planmäßige Durchführung der Reisen sei derzeit nicht verantwortbar.

Lucas Brüggemann