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20260301121337

Papst warnt vor „Abgrund“ im Nahen Osten

12:13
01.03.2026
Papst Leo XIV. hat angesichts der israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran und dessen Gegenschlägen eine Rückkehr zur Diplomatie verlangt. Das Oberhaupt von weltweit 1,4 Milliarden Katholiken sprach zum Abschluss seines Sonntagsgebets im Vatikan von einer „Tragödie von enormem Ausmaß“. „Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen erreichen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod säen, sondern nur durch einen vernünftigen, verantwortungsvollen und authentischen Dialog.“

Vor mehreren Zehntausend Menschen auf dem Petersplatz mahnte der Pontifex alle Beteiligten, „moralische Verantwortung“ zu übernehmen. Die Spirale der Gewalt müsse beendet werden, „bevor sie zu einem unwiderruflichen Abgrund wird“. Leo schloss mit den Worten: „Möge die Diplomatie ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker gefördert werden.“

Robert Mohr

Israel: Dutzende iranische Raketenabschussrampen zerstört

12:10
01.03.2026
Seit Beginn der Angriffe auf den Iran hat die israelische Armee nach eigenen Angaben Dutzende Raketenabschussrampen zerstört. Ein israelischer Armeesprecher sagte, zu Beginn des letzten Kriegs gegen den Iran im vergangenen Juni habe Teheran über gut 3.000 ballistische Raketen verfügt. Dieses Arsenal sei damals etwa halbiert worden.

„Inzwischen haben sie es wieder aufgefüllt, sodass es nun wieder bei rund 2.500 liegt – und die Zahl steigt“, sagte der Militärsprecher. Seit Beginn des jüngsten Schlagabtauschs habe der Iran Hunderte Raketen auf Israel sowie andere Länder in der Region abgefeuert. 

Robert Mohr

Juden in den USA feiern Tod von Ajatollah Chamenei

11:57
01.03.2026
Jüdische Organisationen in den USA haben mit Genugtuung auf die Tötung von Ajatollah Ali Chamenei reagiert und sie mit dem jüdischen Purim-Fest verbunden, das am Montag beginnt. Die in der Orthodox Union zusammengeschlossenen jüdischen Gemeinden wie auch die Republican Jewish Coalition, ein Verband innerhalb der Republikaner, zogen eine Parallele zur biblischen Geschichte des Esther-Buchs, das von der Errettung der Juden im persischen Reich vor ihrer Vernichtung durch den Hofbeamten Haman sowie dessen Sturz und Hinrichtung handelt. Die Erzählung ist Gegenstand des jüdischen Festes mit ausgelassen-karnevalesken Zügen.

Die Orthodox Union erklärte, der Militärschlag der USA und Israels habe eine „moderne Bedrohung aus dem Land Hamans“ beseitigt. Seit Jahrzehnten verbreite das iranische Regime Tod und Zerstörung. Das Streben des Landes nach Atomwaffen sei nicht hinnehmbar. „Die heutige Tötung des Ajatollahs ist ein wichtiger Schritt, um dies zu verhindern“, hieß es.

Robert Mohr

Großajatollah ruft zu Vergeltung nach Chamenei-Tod auf

11:31
01.03.2026
 Ein einflussreicher iranischer Geistlicher hat Muslime weltweit zur Vergeltung für den Tod von Religionsführer Ali Chamenei aufgerufen. Großajatollah Nasser Makarem Schirasi erklärte laut der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim in einer religiösen Stellungnahme (Fatwa), die „Hauptverantwortlichen für dieses Verbrechen“ seien die USA und Israel. „Rache ist die religiöse Pflicht aller Muslime auf der Welt, damit das Böse dieser Verbrecher von der Erde getilgt wird“, hieß es weiter. 

Robert Mohr