Die Tübinger Sozialbürgermeisterin Gundula Schäfer-Vogel (SPD) kritisiert das geplante Streitgespräch. "Wir brauchen solche Veranstaltungen nicht", schreibt sie auf Facebook. OB Boris Palmer (parteilos) werde es sicherlich gelingen, die politischen Angebote der AfD intellektuell zu entlarven. Damit werde bei der AfD-Anhängerschaft allerdings nichts erreicht, weil diese nicht für rationale Argumente erreichbar seien. Am Ende dankt Schäfer-Vogel in ihrem Beitrag allen Menschen, die sich am Abend in Tübingen als Demonstranten für Demokratie, Rechtsstaat und Vielfalt einsetzen wollen. Sie sei an ihrer Seite.
Schäfer-Vogels Chef Boris Palmer reagierte ebenfalls auf Facebook. Nach dem Hinweis, dass er von seiner Bürgermeisterin vorab informiert worden sei, weist er das Argument, die AfD-Anhängerschaft sei vernünftigen Argumenten nicht zugänglich, zurück. Die AfD habe zuletzt zwölf Millionen Wähler gehabt ihnen pauschal die Rationalität abzusprechen, sei ein Urteil, das Politikerin einfach nicht zu komme.
Lukas Jenkner