Was macht der Podcast, was Radio lernen kann?
Daniela Jakab von „Die Lage der Nation” zeichnet zunächst die Geschichte des erfolgreichen Politik-Podcasts nach: Vor neun Jahren haben die beiden Gründer Philip Banse und Ulf Buermeyer eine Vision: Ein gesprächiger Podcast und Journalismus müssen einfach zusammengehen! Mittlerweile steht dahinter ein Team mit elf Menschen und „Die Lage der Nation” ist der größte wöchentliche Politik-Podcast Deutschlands mit 2 Millionen Hörer:innen. Zu den Lage-Live-Veranstaltungen kommen 2000 Menschen.
Jakab lässt bei den #LFT25 in die Finanzierungsstrategie der „Lage der Nation” blicken. Sie basiert auf 5 Säulen:
- Abo (Lage der Nation Plus, werbefrei),
- Tickets (Lage Live),
- Ads (geteilt in Eigenvermarktung, Vermarktung durch ARD als Direktvermarkter und Zweitvermarktung),
- Buch (Baustellen der Nation) und
- Spenden. Ohne aber von einer abhängig zu sein, wie Jakab betont.
- Podcast ist demnach kein junges Phänomen mehr, auch die Älteren hören zu.
- Die Nutzung von Podcast wächst weiter, und zwar stark. „Das sollte uns als Radiomachern Sorgen machen”, so Hartwich.
- Nicht nur Spotify bringt Hörer:innen, sondern auch die eigene Website. Also müsse die eigene Plattform nicht nur aus Radio bestehen, sondern auch aus Podcasts etc..
- Im Auto wachsen Musikstreaming und Podcasts weiter. „Wenn diese Bastion des Radios fällt, müssen wir uns Sorgen machen. Wir müssen uns mit eigenen, neuen Formaten auf das Auto aufpassen”, sagt Hartwich.
- Hab eine gute Story zu erzählen und bau eine Community auf.
- Gutes Hintergrundwissen der Hosts ist wichtig.
- Verlässlichkeit und Authentizität sind relevant.
- Kenne deine Hörergewohnheiten, respektiere sie und berücksichtige sie.
- Und sein Einblick, wie sich als Radiosender Geld verdienen lässt mit Podcasts - B2B-Podcasts anbieten: „Wir sind die Experten, wir sollten das machen!”
- Hosts auf Themen und Leidenschaften setzen, nicht willkürlich Community aufbauen
- Zeit lassen und das Radio Radio sein lassen
Eingegangen auf das Abo der „Lage der Nation” verrät sie: „Qualitativ hochwertiger Journalismus wird in dieser Welt immer wichtiger. Der muss nicht umsonst sein. Werbefreiheit ist kein Argument, warum Leute für die Lage bezahlen.” Der Mehrwert für die Abonnent:innen sei, früher an Lage-Live-Tickets zu kommen.