Der erste Impuls kommt von Oliwia Nowakowska:
Die Digitalmarke „fritz“ hat sich ihr zufolge "erfolgreich vom klassischen Radio emanzipiert und agiert heute unabhängig von der linearen Redaktion. Im Zuge dieser Entwicklung wurde ein neues, junges Social-Media-Team aufgebaut, das auch räumlich getrennt von der Radio-Redaktion arbeitet. Mit einem Durchschnittsalter von 24 Jahren gestaltet das Team ein vielseitiges Angebot auf Plattformen wie Instagram, TikTok, YouTube und in Podcasts.
Der Content-Mix aus Wissen und Entertainment basiert vor allem auf Vertrauen in das junge Team – denn nur so lässt sich laut Oliwia Nowakowska die Gen Z authentisch erreichen. Memes spielen dabei eine zentrale Rolle als einfacher und humorvoller Zugang zu komplexeren Themen. Der Erfolg zeigt sich deutlich: Innerhalb von zwei Jahren hat sich die Zahl der Instagram-Abonnenten verdoppelt.
Teja Adams geht in seinem Impulsvortrag darauf ein, wie Radiosender allgemein besser auf Social Media performen können: Um als Marke erfolgreich auf Social Media zu agieren, braucht es mehr als reine Sichtbarkeit – es geht um echte Verbindung zur Zielgruppe. Entscheidend ist der Wandel von einer rein redaktionellen Haltung hin zum aktiven Dialog mit der Community, besonders im Zeitalter des Content-Overloads.
In der anschließenden Diskussion kristallisieren sich folgende Punkte heraus:
- Insta-Lives von Radio- oder TV-Sendungen werden kritisch gesehen, da sie in den Social-Kanälen meist keine neuen, exklusiven Inhalte bieten.
- Nur wenn ein neuer Zugang zum Sender oder neue Perspektiven auf Inhalte geboten werden, kann dieses Format sinnvoll sein.
- Bei der Kooperation mit Creators kommt es stark auf den Inhalt an. Bekannte Gesichter garantieren nicht immer gute Klicks.
- Laut Oliwia Nowakowska sollten Digital Natives als Gesichter der Social-Kanäle immer Vorrang vor Sender-Hosts haben.