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20250625161300
Das Wertvollste, das wir haben, sind unsere Marken und die müssen eine Glaubwürdigkeit ausstrahlen. Die Maßnahmen dafür sind richtige Recherche, KI-Richtlinien und ethische sowie journalistische Grundsätze. Dr. Bernhard Hock, Presse-Druck und Verlags-GmbH 12:22
25.06.2025
Kapitel

TV & Medien x LRFT25

Was bleiben wird, ist das Interesse an der Region und das Interesse an Bewegtbild.  Alexandra Blaul, Regio TV Schwaben, über die Konstanten im Wandel von TV hin zum Stream.  15:58
25.06.2025

Wie stellt sich ein Sender als Multichannel auf?

15:55
25.06.2025
"Wir sehen, dass wir etwas tun müssen, denn die Menschen informieren sich zunehmend an anderen Orten", sagt Frank Haring bei den LOKALRUNDFUNKTAGEN in Nürnberg. Der Chef von Sachsen Media bedient 30 Jahre nach Start von Sachsen Fernsehen vor allem eines nicht mehr: klassisches TV. Inzwischen ergänzen Mediatheken, Infoscreens, Podcasts oder Social Media den einst linearen Kanal. Die Folge: Informationen wie im vergangenen Jahr der Einsturz der Carolabrücke in Dresden bereitet das 20-köpfige Redaktionsteam mit diversen Standorten in Sachsen inzwischen für "100 Kanäle" vor, TikTok inklusive. KI unterstützt beim Ausspielen, gerade das Fahrgastfernsehen wird inzwischen so möglich. "Relevante Ereignisse funktionieren überall und sogar im linearen TV, Brot-und-Butter-Themen tun sich sehr schwer", betont der sächsische Manager. Fernsehen sei politisch gewollt, aber kein Business mehr.

Alexandra Blaul von Regio TV Schwaben hat mit ihrem Team gerade einen Vodcast gestartet, gefördert aus dem Innovationstopf von der BLM, ausgerichtet auf ein deutlich jüngeres Publikum. Dennoch soll es um Themen gehen wie Mehrgenerationen-Wohnen. Synergie-Effekte erwünscht! Mit dem Podcast will Blaul Menschen zu Regio TV holen, Interesse wecken fürs regionale Fernsehprogramm an der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg. Das neue Studio soll - zur unterstützenden Finanzierung des Ganzen - auch an Externe vermietet werden.

Mit ähnlichen Ansätzen, aber in einer ganz anderen Liga spielt Joyn. Für den "Superstreamer" der ProSiebenSat.1-Familie ist Dr. Michael Müller bei den #LRFT25 zu Gast. Der Münchner Manager freut sich, dass sein Konzern mit den 14 bayerischen Lokalsendern seit April erstmals zusammenarbeitet und sie via Joyn verbreitet werden. Zunächst live, aber mit Potenzial - der Konzern wolle nach und nach mehr lokale Gesichter aufschalten.

Ein Gedanke vor dem Hintergrund, dass sich deutsche Anbieter gegenüber der globalen Konkurrenz verbünden sollten. "Regionales, Lokales - das ist der USP, das machen Netflix oder TikTok noch nicht." Im Ranking auf der Startseite von Joyn auf Basis von IP-Adressen stelle sicher, dass der jeweils passende Lokal-TV-Auftritt oben auf der Startseite gelistet wird. Die Kooperation lohne für beide Seiten: Joyn profitiere von Inhalten, die lokalen Anbieter von zusätzlichen Werbechancen.

Für die Münchner ist bayerisches lokales Fernsehen nur der Anfang; Müller will mit weiteren Anbietern verhandeln und den Streamer zur deutschen Online-Plattform fürs TV vor Ort machen.

Petra Schwegler

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