Letztes Update:
20250401071237

Friedliche Koexistenz als Leitprinzip internationaler Politik

18:02
31.03.2025
Martin Schulz betont, dass die erfolgreiche internationale Politik des 20. Jahrhunderts auf den Prinzipien von Egon Bahr basierte: Anerkennung der Realität, Gewaltverzicht und friedliche Koexistenz. In einer Welt, in der Großmachtträume zunehmend mit Gewalt durchgesetzt werden, sieht er genau hierin das zentrale Rezept für die Arbeit der Friedrich-Ebert-Stiftung. Entscheidend sei es, die Realität anzuerkennen, auch wenn andere Meinungen nicht geteilt werden, und darauf aufbauend einen Dialog zu führen. -fw

Felix Winnands

Mit dem Henker reden, um Leben zu retten

18:00
31.03.2025
Die Friedrich-Ebert-Stiftung trägt mit ihrem internationalen Netzwerk zur Vernetzung progressiver Kräfte und zum globalen Dialog bei. Internationale Politik erfordert dabei oft pragmatisches Handeln statt moralischer Prinzipienreiterei. Martin Schulz macht dies an einem persönlichen Beispiel deutlich: "Als junger Abgeordneter im EU-Parlament war ich Sprecher des Menschenrechtsausschusses und wurde vom Menschenrechtsbeauftragten der iranischen Botschaft um ein Gespräch gebeten. Zunächst lehnte ich ab – bis mich ein Kollege auf einen wichtigen Grundsatz hinwies, den ich bis heute verinnerlicht habe: Wenn du einen vor dem Galgen retten möchtest, dann musst du mit dem Henker reden." Wer wirklich helfen will, dürfe den Dialog nicht verweigern. Denn manchmal bedeute Menschenrechtsarbeit auch, mit den schwierigsten Gesprächspartnern zu reden. "In der internationalen Politik muss man sich auch das Hemd schmutzig machen." -mh

Marcus Hammes

Martin Schulz, Vorsitzender der Friedrich-Ebert-Stiftung Wenn du jemanden vor dem Galgen retten willst, musst du mit dem Henker reden. -fw 18:00
31.03.2025