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SSW geht von Einzug in den Bundestag aus

19:36
23.02.2025
Der Südschleswigsche Wählerverband geht von einem Wiedereinzug in den neuen Bundestag aus. „Nach derzeitigem Stand haben wir unser Wahlziel erreicht, den SSW im Bundestag zu halten“, sagte der SSW-Landesvorsitzende Christian Dirschauer am Abend. Das sei schon für sich genommen ein historischer Erfolg. „Und es zeigt, dass die Menschen im Norden Stefan Seidlers Arbeit im Bundestag durchaus würdigen.“

Laut Landeswahlleiter kam die von der Fünf-Prozent-Hürde befreite Partei nach ausgezählten 2.457 von 3.052 Wahlbezirken in Schleswig-Holstein bereits auf 51.390 Zweitstimmen. Der SSW war im Vorfeld davon ausgegangen, dass 40.000 Stimmen notwendig sind. 2021 war die Partei auf 55.578 Zweitstimmen gekommen. Seidler sitzt seitdem im Bundestag. Er war auch nun Spitzenkandidat.

Bastian Angenendt

Weil mit Forderung an Merz: Keine Zusammenarbeit mit AfD

19:28
23.02.2025
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil fordert von Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz eine Abgrenzung zur AfD. „Merz wird sich an seinem Versprechen messen lassen müssen, dass es keine wie auch immer geartete Zusammenarbeit mit der AfD geben wird“, sagte der SPD-Politiker und fügte mit Blick auf erste Hochrechnungen hinzu: „Um die 20 Prozent für eine in Teilen nachgewiesenermaßen rechtsextreme Partei sind mehr als besorgniserregend.“

Weil räumte für seine Partei eine schwere Niederlage ein. Die niedersächsische SPD werde ihren Teil dazu beitragen, innerhalb der SPD die richtigen Konsequenzen zu ziehen und damit das Fundament für ein Comeback der Partei zu legen. „Selbstverständlich werden wir auch die Lehren aus dieser Wahl in unserer praktischen landespolitischen Arbeit zugrunde legen.“

Bastian Angenendt

Knobloch: „Deutschland ist ab heute ein anderes Land“

19:25
23.02.2025
Eine der profiliertesten Vertreterinnen der jüdischen Gemeinde in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat sich mit Blick auf das Abschneiden der AfD bei der Bundestagswahl erschüttert gezeigt. „Das ist ein Fanal. Deutschland ist ab heute ein anderes Land“, betonte die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern.

„Die Verantwortung für die demokratischen Parteien war nie größer“, resümierte Knobloch. „Es geht jetzt um alles: um unsere Demokratie.“ Auch sei der Judenhass seit dem Terrorangriff der Hamas auf Israel regelrecht explodiert. Angst gehöre wieder zum Alltag jüdischer Menschen, schilderte die Holocaust-Überlebende. „Das muss endlich aufhören.“

Bastian Angenendt