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Linke schöpft Zuversicht

20:19
23.02.2025
"Es war ein brenzliches Gefühl, das sich schließlich in Zuversicht verwandelt hat", so beschreibt Oswald Greim die Gefühlslage der Linke in den vergangenen Tagen. Die Partei erlebte in den vergangenen Wochen einen regelrechten Aufwind. Zitterte sich anfangs um den Einzug in den deutschen Bundestag, holte sich laut jüngsten Hochrechnungen 8,5 Prozent im Bund. "Jetzt gibt es wieder eine starke linke Stimme im Land", freut sich der Direktkandidat seiner Partei für den Wahlkreis Kulmbach. Greim berichtet davon, dass sich die Zahl der neuen Mitglieder in seinem Kreisverband Oberfranken-Ost in den vergangenen Wochen verdreifacht habe. Darunter seien viele junge Leute. Greim freut besonders, dass darunter auch viele Frauen sind. Das hänge wohl auch damit zusammen, dass sich viele ältere Mitglieder die Partei verlassen hätten, beispielsweise zum Bündnis Sarah Wagenknecht. "Plötzlich sind dutzende junge Leute aufgetaucht, die meinten: Wären die alten noch da gewesen, wären wir nie eingetreten", erzählt Greim. Sein Fazit kommt daher nicht von ungefähr: "Es geht auch ohne Sahra Wagenknecht".

Christian Weidinger

Aiwanger räumt Niederlage der Freien Wähler ein

20:23
23.02.2025
Der Freie-Wähler-Bundesvorsitzende Hubert Aiwanger hat die Niederlage seiner Partei im Kampf um drei Direktmandate und den damit erhofften Bundestagseinzug eingeräumt. „Natürlich wären wir gerne dabei gewesen. Natürlich hätten wir gerne die 3 plus X Direktmandate geholt“, sagte Aiwanger am Abend bei der Wahlparty der Freien Wähler in München.

Tatsächlich landete Aiwanger in seinem Wahlkreis Rottal-Inn bei den Erststimmen nur auf Platz drei hinter CSU und AfD. Genauso erging es dem Landshuter Landrat Peter Dreier im Wahlkreis Landshut. Und auch anderswo hatten Freie-Wähler-Direktkandidaten nicht den Hauch einer Chance. Die Fünf-Prozent-Hürde war für die Freien Wähler bundesweit völlig außer Reichweite.

„Leider Gottes haben wir es nicht geschafft, dem Wähler unsere Idee der koalitionsfähigen bürgerlichen Kraft nahezubringen“, sagte er. „Wir haben über alle Bundesländer hinweg einen engagierten Wahlkampf geführt, einen Wahlkampf, wo wir sagen, wir haben unser Bestes gegeben. Aber das Beste hat leider nicht gereicht in dieser Zeit der Zuspitzung, in dieser Zeit der Polarisierung.“ Viele Wähler hätten sich nach links oder rechts außen orientiert.

Und eine Bundestagswahl habe eben doch andere Gesetzmäßigkeiten als eine Kommunalwahl oder eine Landtagswahl. „Noch dazu, wenn man uns täglich mehrmals mitgeteilt hat, dass ihr ja eh nicht reinkommt.“ Deshalb hätten sich viele Wähler wohl entschieden, am Ende nicht die Freien Wähler zu wählen.

dpa

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