Dass der Sieger bei den Delmenhorster 9-Ball-Open erst nach Mitternacht gekürt wird, hat Tradition. Dieses Mal war es 1.30 Uhr in der Nacht auf Montag, als Christian Hahlbohm jubeln durfte. Der Hannoveraner hatte das Billard-Turnier im Hardball-Café schon mehrfach gewonnen und setzte sich dieses Mal im Finale mit 5:1 gegen Nils Schumacher durch, der das Endspiel etwas überraschend erreicht hatte. Das eingenommene Startgeld wurde in Form von Platzierungsprämien wieder an die Teilnehmer ausgeschüttet, der Sieger erhielt 448 Euro.
Am Ende lagen rund 14 Stunden Billard hinter den beiden Erstplatzierten. Nachdem in der Woche vor dem Turnier zunächst noch zwei Plätze frei gewesen waren, kamen letztlich die gewünschten 64 Teilnehmer zusammen. "Es gab zwar zwei kurzfristige Absagen, die wurden aber dank einer gut bestückten Nachrückerliste fix ersetzt", berichtet Sascha Gellner, der die 9-Ball-Open zusammen mit Sven Blank und Stephan von Salzen organisierte.
Mit leichter Verspätung ging es am Sonntag gegen 11.20 Uhr an den insgesamt elf Pool-Tischen los. Der Vorjahressieger Patrick Schmidt schaffte es nach der rund elfeinhalbstündigen Vorrunde als Zweiter seiner Gruppe erneut in die K.o.-Phase. Im Achtelfinale musste er sich dann allerdings dem späteren Finalisten Schumacher mit 2:4 geschlagen geben.
In der K.o.-Runde standen weitere bekannte Namen der norddeutschen Billardszene wie John Blacklaw, Nils Johanning, Christian Sambulski oder Lokalmatador Jürgen Heinken. Der Mitfavorit Blacklaw musste sich Sambulski im Achtelfinale knapp beugen, während Johanning in einem engen Duell gegen Matthias Günnel unterlag. Heinken verlor gegen Andreas Neeland unglücklich mit 3:4 und landete somit als bester Delmenhorster auf einem geteilten zehnten Platz.
Daneben waren auch die Lokalmatadoren Heinrich Wicher (Platz 22) und Jörg Wülbeck (geteilter Platz 63) dabei. Damen spielten bei den 9-Ball-Open dieses Mal eher wenige mit. Drei Delmenhorsterinnen fanden sich in der Platzierungsliste: Claudia Bornholdt (geteilter Platz 30), Manuela Wengler (geteilter Platz 41) und Svenja Sick (geteilter Platz 58).