Es dürfte emotional werden am Sonnabend in der Halle am Ammerweg. Die HSG Grüppenbühren/Bookholzberg bestreitet nicht nur ihr vorerst letztes Spiel in der Handball-Regionalliga Norddeutschland. Es ist auch der letzte Auftritt von Trainer Stefan Buß und Co-Trainer Werner Dörgeloh. Die beiden Männer prägten die Landkreis-HSG, die in der kommenden Spielzeit in der Oberliga Nord mit einem stabilen Kern, aber unter neuen Voraussetzungen starten wird. Zum Abschiedsspiel reist der TSV Burgdorf II an. Anwurf ist um 18 Uhr.
Von vornherein war klar, dass der Klassenerhalt nur sehr schwer möglich sein würde. Stefan Buß sprach regelmäßig von einer sportlichen Sensation, sollte es klappen. Und es reicht nicht. Lediglich zwei Siege – jeweils daheim gegen den SV Alfeld und den TV Cloppenburg – fuhr die Truppe ein. Hinzu kamen zwei Unentschieden beim Northeimer HC und in Cloppenburg.
Zuletzt hatte Buß nur noch zehn fitte Spieler zur Verfügung, die in Vorsfelde eine 16-Tore-Klatsche kassierten. Ähnlich hoch verloren die Buß-Schützlinge im Hinspiel in Burgdorf. Dort hatte die HSG beim 16:33 keinerlei Chance. Der TSV steht derweil bereits als Meister fest.
Doch egal, wie die Partie endet: Der Applaus von den Rängen wird groß sein. Stefan Buß führte die A-Junioren der HSG einst in die Jugendbundesliga. Viele der damaligen Spieler rückten mit ihrem Coach zu den Herren auf und marschierten dort von der Landes- bis in die Regionalliga durch. Nun endet dieses Abenteuer am Sonnabend. In der neuen Saison übernehmen Coach Simon Schreiner-Deeben und Co-Trainer Thorben Kruse die Verantwortung.