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Medaillenregen für Ganderkeseer Leichtathleten bei Masters-DM

12:56
23.07.2026
Vier Leichtathleten der LGG Ganderkesee haben bei den deutschen Masters-Meisterschaften in Mönchengladbach insgesamt sieben Medaillen geholt. Somit traten Anke Iben, Diana Garde, Ute Jordan und Ulrich Garde zufrieden den Heimweg an. Auch die Schierbrokerin Gabriele Rost-Brasholz durfte jubeln, denn sie gewann fünf Medaillen.

Anke Iben von der LGGG sicherte sich in ihrer Altersklasse W65 den deutschen Titel im Speerwurf mit einer neuen Saisonbestleistung von 24,96 Meter. Im Kugelstoßen holte sie Silber – ebenfalls mit Jahresbestleistung (9,12 Meter).

Besonders glücklich zeigte sich Diana Garde, die bei drei Starts nicht nur dreimal Edelmetall mitnahm, sondern auch drei neue Saisonrekorde aufstellte. In der W55-Klasse sprang für die Ganderkeseerin jeweils Bronze über 200 Meter sowie im Weit- und Dreisprung heraus. Ihre Zeit von 29,39 Sekunden über 200 Meter dürfte sie selbst überrascht haben. "So schnell ist sie seit sieben Jahren nicht mehr gelaufen", betonte ihr Mann Ulrich Garde.

Im Weitsprung blieb Diana Garde mit 4,38 Meter nur einen Zentimeter hinter ihrer Jahresbestweite zurück. Dagegen schaffte sie im Dreisprung mit 9,17 Meter einen Bestwert. Im 100-Meter-Sprint kam sie mit neuer Saisonbestzeit von 14,11 Sekunden unter 17 Konkurrentinnen auf einen guten fünften Rang.

Auch Ulrich Garde stand bei der Masters-DM einmal auf dem Podium: Mit einer Weite von 13,40 Meter im Kugelstoßen wurde er Zweiter in der M60-Klasse. Komplettiert wurde das gute Abschneiden der LGGG-Leichtathleten durch den dritten Platz von Ute Jordan im Dreisprung der Altersklasse W65 (7,50 Meter). "Wir sind mehr als zufrieden. Das waren für uns bei bestem Leichtathletikwetter rundum gelungene Wettkämpfe", bilanzierte Ulrich Garde.

Rost-Brasholz holt fünf Medaillen

Ein straffes Programm absolvierte in Mönchengladbach Gabriele Rost-Brasholz, die für die LG Bremen-Nord antritt und in Schierbrok lebt. Nach einer langen Anfahrt mit einigen Staus startete sie gleich am ersten Abend über 1500 Meter. Bei hohen Temperaturen benötigte sie 9:01,63 Minuten für die Strecke. In der neuen Altersklasse W80 war Rost-Brasholz die einzige Starterin und lag somit ganz vorne.

Am nächsten Morgen standen die 100 Meter und der Hochsprung an. "Der Ablauf gestaltete sich wegen der zwei parallelen Wettbewerbe schwierig. Man einigte sich darauf, sich zunächst einzuspringen, danach an den 100-Meter-Start zu eilen und anschließend schnell zurück zum Hochsprung zu gehen", berichtete die Schierbrokerin. Über 100 Meter holte sie Silber mit einer Zeit von 22,52 Sekunden. Hannelore Venn (TV Bedburg), ihre einzige Rivalin in der W80-Klasse, hatte mit 20,77 Sekunden die Nase vorn.

Anschließend schaffte Rost-Brasholz zwei Höhen im Hochsprung, dann musste sie zur Siegerehrung des 100-Meter-Laufs. "Das Wettkampfbüro erlaubte mir, den Hochsprung zu unterbrechen und danach zurückzukehren. Aber bei der Rückkehr war der Hochsprung bei 96 Zentimetern angelangt, sodass ich bei dieser Höhe weitermachen musste und nicht, wie geplant, bei 87 Zentimetern. Diese Regel war mir nicht bekannt gewesen", schilderte die Leichtathletin. Die Höhe von 96 Zentimetern schaffte Rost-Brasholz nicht, mit ihren zuvor erreichten 84 Zentimetern lag sie in der W80-Wertung konkurrenzlos vorne.

Im 800-Meter-Lauf lief es sehr gut für Rost-Brasholz: Eine Zeit von 4:29,48 Minuten bescherte ihr die Goldmedaille als einzige W80-Starterin und reichte auch schon als Qualifikationszeit für das kommende Jahr. Am Abschlusstag ging es noch auf die 200 Meter, die die Schierbrokerin in 48,43 Sekunden zurücklegte, was eine Bestzeit bedeutete. In der W80-Wertung lag sie damit auf Rang zwei hinter der zweiten Starterin Hannelore Venn (45,50). "Nun will ich mich wieder auf die längeren Strecken konzentrieren. Am 13. September nehme ich beim Bremen-Marathon an der Landesmeisterschaft über zehn Kilometer teil", kündigte Rost-Brasholz an.

Richard Schmid