Mit 29:39 (11:21) setzte es für die bereits abgestiegenen Oberliga-Handballerinnen der HSG Hude/Falkenburg beim Tabellenzweiten HV Lüneburg die erwartete Niederlage. Immerhin wehrten die Gäste sich im zweiten Abschnitt nach Kräften gegen den großen Favoriten. Zehn Tore betrug der Rückstand nach 30 Minuten, und bei diesem Rückstand blieb es dann auch. "Wir leisteten uns in der ersten Halbzeit viel zu viele Ballverluste, die Lüneburg zu erfolgreichen Tempogegenstößen nutzte", resümierte HSG-Coach Mirko Menkens, der aber eine deutliche Leistungssteigerung seines Teams nach der Pause feststellte: "Wir minimierten unsere Fehler und waren im Angriff deutlich effektiver. So konnten wir die zweite Halbzeit ausgeglichen gestalten."
Zunächst lag die HSG nur mit 3:4 im Rückstand (6.). Doch dann zogen die Gastgeberinnen innerhalb von lediglich drei Minuten mit einem 5:0-Lauf auf 9:3 davon. Nach einer frühen Auszeit (10.) fing sich Hude vorübergehend wieder und verkürzte auf 6:9 (15.). Danach jedoch verloren die Gäste völlig den Faden. Tor um Tor zog Lüneburg davon und erhöhte den Vorsprung auf zehn Tore zum Halbzeitstand von 21:11. "Lüneburg ist nicht umsonst Zweiter. Durch unsere Fehlwürfe und Ballverluste machten wir es ihnen viel zu leicht, ihren Vorsprung systematisch auszubauen", analysierte Menkens.
In der zweiten Halbzeit zeigte die HSG jedoch ein völlig anderes Gesicht. Die Lüneburgerinnen taten sich nun erheblich schwerer, das Spiel zu gestalten. Die Gäste, die in der ersten Halbzeit so manchen Ball vertändelt hatten, kamen immer besser in die Partie. Angetrieben durch die beiden erfahrensten Spielerinnen Malin Blankemeyer und Amelie Bredehorst entwickelte das Team vor allem im Angriff deutlich mehr Durchschlagskraft. "Es war mitnichten so, dass Lüneburg nachgelassen hätte. Aber unsere Mädels machten in der zweiten Hälfte viel weniger Fehler", betonte Menkens, der hinzufügte: "Ich muss meinem Team aufgrund des bis in die Schlusssekunden nicht nachlassenden Kampfgeistes ein großes Lob aussprechen."
Am letzten Spieltag empfängt die HSG am Sonnabend, 2. Mai, den TV Cloppenburg. "Wir wollen uns in unserem letzten Heimspiel mit erhobenem Haupt von der Oberliga verabschieden", sagte der HSG-Trainer.
HV Lüneburg – HSG Hude/Falkenburg 39:29 (21:11)
Hude: Rabenberg – Blankemeyer (7), Schmidt-Menkens (1), Gröning (4/2), Wessels, Hannig (3), G. Harloff (2), Seidel (4), Bredehorst (7/2), Debbeler (1)
Siebenmeter: HVL 3/3, HSG 4/4
Zeitstrafen: HVL 3, HSG 1