Bedenklich dünn wird die Luft für den TV Hude II im Abstiegskampf. Der Tischtennis-Verbandsligist verlor das wichtige Spiel gegen den Hundsmühler TV mit 4:9. "Jetzt wird es ganz schwierig", sagte Spieler Julian Meißner. Der TVH II steht zwar auf dem Nicht-Abstiegsplatz sieben, hat aber nur noch eine realistische Chance auf Punkte, während die Verfolger Lüneburg und Lunestedt II wohl mehrere Gelegenheiten haben, die zwei Zähler Rückstand aufzuholen.
"Gegen Jever und Friedeburg ist nichts zu holen. Wir müssen im letzten Spiel irgendwie Lüneburg schlagen und hoffen, dass die und Lunestedt sonst kaum mehr punkten", erklärte Meißner. Hude II braucht also Schützenhilfe, und fast hätte diese die eigene Dritte schon geliefert.
Im ersten von gleich drei Wochenend-Spielen verlor der TVH III nur knapp mit 7:9 in Lunestedt. Gegen Jever II (0:9) und Sittensen (3:9) war an den folgenden Tagen nichts zu bestellen. Gegen Lunestedt gelang ein Traumstart. "Die Lunestedter meinten selber noch, dass ihnen das eigentlich nie passiert", berichtete Hudes Noah Krüger angesichts der 3:0-Führung nach den Doppeln.
Nach der Niederlage von Dietmar Scherf gegen Noppenspieler Uwe Runge bauten Marc Engels und Patrick Gerken den Vorsprung sogar auf 5:1 aus. Lunestedt konterte mit fünf Siegen am Stück, bevor Marco Stüber und der – seitdem er wieder schmerzfrei spielen kann – wieder erstarkte Gerken auf 7:6 für den TVH stellten. "Ein Punkt wäre verdient gewesen", meinte Krüger. Unten war Lunestedt allerdings zu stark und im umkämpften Enddoppel unterlagen Scherf/Gerken in vier Sätzen.
Gegen den hochgerüsteten MTV Jever II stand die 0:9-Niederlage nach weniger als zwei Stunden fest. Auch gegen Sittensen war personelle Improvisation gefragt, weil Hude III und II parallel spielten und bei der Zweiten auch noch Pierre Barghorn verletzt ausfiel. Der Partie des TVH II war wichtiger, darum half Patrick Gerken dort aus. Für die Dritte punkteten nur das Doppel Scherf/Imig, Dietmar Scherf und Marco Stüber.
Für Hude II lief es in der zum Endspiel ausgerufenen Partie gegen Hundsmühlen nebenan kaum besser. Alle drei Doppel gingen verloren, zwei davon im fünften Satz. "Das war schon ein riesiger Rückschlag", ärgerte sich Julian Meißner. Der Sieg von Jacob Martin gegen Johannes Siepker und die Niederlage von Dietmar Scherf gegen den jungen Mathis Albers kamen nicht unerwartet. Die Pleite von Uwe Schmitt gegen den Ex-Stenumer Felix Hellhoff dagegen schon.
Nach Meißners 1:3 gegen den zweiten Hundsmühler Abwehrspieler Lars Hoffschröer sorgten Gerken im Linkshänder-Duell gegen Alexander Wreden und Matteo Krüger gegen Rene Clauß noch einmal für Hoffnung. Vor allem Krüger, der nur Stunden zuvor schon in der Jungen-Niedersachsenliga für Sebaldsbrück aktiv gewesen war, spielte bärenstark.
Aber oben erhöhten die Gäste auf 8:3. Im mittleren Paarkreuz wurde es noch zweimal spannend. Schmitt schlug Hoffschröer 3:2, aber Meißner verlor trotz mehrerer Matchbälle im dritten Satz noch 2:3 gegen Hellhoff. Die bittere Huder Pleite war damit besiegelt. "Die drei 7:9-Niederlagen hintereinander Ende Januar, Anfang Februar tun jetzt noch mehr weh. Wenn wir wirklich absteigen sollten, dann können wir uns nicht beschweren. Gegen die direkten Konkurrenten haben wir in der Rückrunde alle verloren", meinte Meißner enttäuscht.