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Wildeshauser Ü53-Volleyballer werden nordwestdeutscher Meister

09:40
12.02.2026
Die Volleyball-Senioren des VfL Wildeshausen haben erneut die nordwestdeutsche Ü53-Meisterschaft gewonnen und sich damit für die deutschen Titelkämpfe qualifiziert. In eigener Halle hatten Frank Gravel und Co. mit dem TuS Zeven bei einem 2:0-Sieg nur wenige Probleme.

Der VfL ging favorisiert in die Partie, nachdem er in den vergangenen Jahren oft den Titel gewonnen und auch bei den deutschen Meisterschaften meist eine gute Rolle gespielt hatte. Die Wildeshauser hielten dem Druck stand und siegten mit 25:9 und 25:20. Mit verändertem Kader gingen sie das Match an. "Aus unterschiedlichen Gründen mussten wir auf einige Spieler verzichten und haben uns im Vorfeld mit dem Außenangreifer Michael Tegtmeier und dem Mittelblocker Andreas Kowert aus Lintorf verstärkt", berichtete Gravel.

Im ersten Satz ließ das Heimteam dem TuS Zeven keinerlei Chance. Der VfL startete mit Dirk Meyer und Didi Herrmann im Außenangriff, Mike Luner und Martin Kumpmann im Mittelblock, Ludger Ostermann auf Diagonal, Reiner Mucker als Libero und Frank Gravel als Zuspieler. Die Truppe legte ein hohes Tempo vor. "Mit guten Aufschlägen bekam die Abwehr aus Zeven ihre Probleme. Nach einer schnellen 10:1-Führung war der Satz ein Selbstläufer", berichtete Gravel.

Im zweiten Durchgang tat sich Wildeshausen schwer. Gravel attestierte dem Gegner eine Leistungssteigerung. Hinzu kamen Flüchtigkeitsfehler bei der Heimmannschaft. Der VfL legte eine 7:4-Führung vor. "Aber dann ließen alle Spieler etwas nach", schilderte Gravel. Es passierten mehrere Netzfehler und die gegnerischen Angreifer schlugen den Wildeshauser Block an. "Da auch die Sicherung und Abwehr sich etwas zurücknahmen, konnte Zeven zum 14:14 ausgleichen", sagte Gravel. Nun konzentrierten sich die Wildeshauser jedoch wieder und setzten sich letztlich souverän mit 25:20 durch.

Der VfL tritt am 9. und 10. Mai bei der DM in Sachsens Hauptstadt an. Im vergangenen Jahr reichte es dort nur zu Platz neun.

Michael Kerzel

Abstiegsangst beim TV Hude II steigt an

11:39
10.02.2026
Der TV Hude II hat erneut zwei Niederlagen in der Tischtennis-Verbandsliga kassiert. Die Chancen auf Punkte werden immer weniger. Das zweite und dritte 7:9 hintereinander gab es in Oldenburg und gegen die TSG Dissen. Bei dieser verlor auch die dritte Mannschaft mit 3:9. Deren Abstieg ist aber eingeplant, der von Hude II nicht. "Eigentlich wollten wir die Relegation vermeiden, jetzt müssen wir eher hoffen, nicht direkt abzusteigen", meinte Julian Meißner vom TVH II.

Ziel fürs Wochenende waren eigentlich zwei Zähler. "Beim OTB III war eher nichts eingeplant, aber als wir die Aufstellung gesehen haben, hatten wir uns schon was ausgerechnet", erklärte Meißner. Durch Neuzugänge in den oberen Mannschaften hat der OTB viele personelle Optionen für die dritte, die er aber nicht nutzte. Und so waren mit dem Ex-Huder Nico Schulz, Toni Droppelmann und Andre Stang zwar drei starke Spieler in den Oldenburger Reihen, es folgten aber mit Trung Nguyen, Daniel Trendelbernd und Nathalie Jokisch aus der Damen-Verbandsliga drei, gegen die sechs Siege das Ziel sein mussten.

Anfangs sah es gut aus: Nach 2:1-Führung aus den Doppeln stand Uwe Schmitt gegen Schulz sogar vor einem Break: Vier Matchbälle hatte er im dritten Satz beim Stand von 10:6. Doch Schulz steigerte sich und drehte die Partie noch. Kurz danach holten dafür die Gastgeber einen unerwarteten Punkt. Meißner kam mit den Aufschlägen von Nguyen, der vor allem in der Bezirksliga spielt, nicht zurecht, führte dennoch im fünften Satz 9:5 und 10:9 – und verlor noch.

Alle anderen Partien verliefen erwartungsgemäß. Gegen Droppelmann hofften die Huder auf einen Zähler, doch der junge Oldenburger war in starker Form. Fast hätte dafür Meißner seinen Patzer wieder gutgemacht, verlor dann aber doch knapp gegen Stang. So ging es mit einem 7:8 ins Enddoppel. Hier fehlte Meißner und Pierre Barghorn die Souveränität, die sie noch zu Beginn der Saison ausgezeichnet hatte. "Sonst haben wir beide immer im Enddoppel unsere beste Leistung gezeigt, das klappt gerade nicht", berichtete Meißner. Gegen die allerdings auch starken Schulz/Stang gab es so ein 0:3.

Gleiches galt gegen Dissen: Wieder stand bei 7:8 mit Pörtner/Muschak eine starke Paarung auf der anderen Seite, die aber nicht unschlagbar schien. Und wieder verloren Meißner/Barghorn deutlich. Gegen den Oberliga-Absteiger hatte Hude sich verstärkt: Für Matteo Krüger spielte Jacob Martin. Und der sorgte mit Uwe Schmitt durch einen Sieg gegen Dissens Doppel eins für die 2:0-Führung.

Danach allerdings lief nicht mehr viel, nur noch Schmitt punktete gegen Lippold. Bei 3:7 sah alles nach einem Erfolg für die Gäste aus. Doch Hude zeigte Kampfgeist: Oscar Schoppe gegen U13-Nationalspieler Manalaki, Schmitt gegen Muschak und Barghorn gegen Rabbe sorgten für neue Hoffnung.

Felix Lingenau griff dann gegen Lina Hasenpatt tief in die Trickkiste. Nachdem er im ersten Spiel von Rabbe ausgeblockt und -gekontert wurde, nahm er gegen die ebenfalls stark konternde Hasenpatt mal wieder den Abwehrschläger mit langer Noppe zur Hand. Damit kam die junge Dissenerin nicht zurecht, Lingenau punktete zum 7:8. Die Hoffnungen aufs Unentschieden zerschlugen sich aber schnell im Enddoppel.

Gegen Dissen hatte tags zuvor auch Hude III nichts zu bestellen gehabt, auch wenn das 3:9 etwas zu hoch ausfiel. "Ein 5:9 wäre auch okay gewesen, dreimal haben wir knapp verloren", sagte Noah Krüger. Er selber sorgte gegen Rabbe nach 7:10-Rückstand noch für eine Überraschung, außerdem gewann Marc Engels gegen Pörtner im Einzel und mit Piper zusammen im Doppel.

Hude II hat die meisten Spiele der Liga absolviert, nur noch vier stehen aus: Gegen Jever II und Friedeburg sind Niederlagen wahrscheinlich, Siege gegen Hundsmühlen und Lüneburg hingegen Pflicht. "Es müssen vier Punkte her und dann müssen wir hoffen, dass das reicht", ordnete Meißner ein.

Das Problem: Selbst mit vier Punkten stünden nur 16 Zähler zu Buche. Und diese könnte die Konkurrenz auch erreichen. Mit Hude III und Hambergen stehen zwei Absteiger direkt ab, ein weiterer wird noch gesucht. Zudem muss der Viertletzte in die Relegation. Hundsmühlen (12 Punkte) gewann jüngst gegen Oldenburg und hat noch acht Spiele. Bei Lüneburg (10 Punkte) stehen noch alle zehn Rückrunden-Partien aus. Und auch Lunestedt (8 Punkte) kommt immer besser in Tritt, gewann am Wochenende gegen Hundsmühlen und hat noch sechs offene Spiele.

Oldenburger TB III - TV Hude II 9:7

Schulz/Stang - Schoppe/Schmitt 11:5, 11:5, 7:11, 11:9; Droppelmann/Jokisch - Meißner/Barghorn 5:11, 4:11, 6:11; Nguyen/Trendelbernd - Lingenau/Matteo Krüger 11:8, 11:13, 5:11, 11:9, 10:12; Schulz - Schmitt 6:11, 7:11, 13:11, 11:9, 11:5; Droppelmann - Schoppe 11:9, 11:4, 11:8; Stang - Barghorn 11:4, 9:11, 11:9, 12:10; Ngyuen - Meißner 12:10, 11:9, 6:11, 7:11, 12:10; Trendelbernd - Matteo Krüger 10:12, 6:11, 11:7, 5:11; Jokisch - Lingenau 9:11, 5:11, 5:11; Schulz - Schoppe 11:13, 11:6, 11:9, 11:9; Droppelmann - Schmitt 11:6, 11:8, 11:8; Stang - Meißner 11:8, 17:19, 11:3, 10:12, 11:9; Nguyen - Barghorn 4:11, 2:11, 6:11; Trendelbernd - Lingenau 2:11, 10:12, 13:15; Jokisch - Matteo Krüger 5:11, 7:11, 10:12; Schulz/Stang - Meißner/Barghorn 11:5, 12:10, 11:6

TSG Dissen - TV Hude III 9:3

Pörtner/Muschak - Scherf/Noah Krüger 11:9, 11:4, 11:6; Manalaki/Lippold - Engels/Piper 11:13, 11:4, 5:11, 7:11; Rabbe/Hasenpatt - Hilfer/Stüber 11:3, 11:9, 11:8; Pörtner - Scherf 11:3, 11:13, 11:9, 11:1; Manalaki - Engels 6:11, 10:12, 11:4, 12:10, 11:6; Muschak - Piper 11:8, 7:11, 11:7, 3:11, 11:7; Lippold - Hilfer 11:2, 11:9, 9:11, 11:7; Rabbe - Noah Krüger 11:7, 8:11, 11:8, 11:13, 11:13; Hasenpatt - Stüber 13:11, 11:13, 5:11, 13:11, 11:9; Pörtner - Engels 9:11, 11:9, 11:9, 9:11, 6:11; Manalaki - Scherf 11:5, 12:10, 6:11, 11:6; Muschak - Hilfer 11:7, 11:3, 11:6

TV Hude II - TSG Dissen 7:9

Meißner/Barghorn - Manalaki/Lippold 11:5, 11:6, 11:13, 13:15, 11:6; Martin/Schmitt - Pörtner/Muschak 10:12, 9:11, 11:8, 11:8, 11:8; Schoppe/Lingenau - Rabbe/Hasenpatt 8:11, 7:11, 8:11; Martin - Manalaki 12:14, 5:11, 10:12; Schoppe - Pörtner 9:11, 6:11, 11:8, 6:11; Schmitt - Lippold 11:4, 11:13, 11:9, 11:3; Meißner - Muschak 6:11, 5:11, 7:11; Barghorn - Hasenpatt 11:5, 11:7, 7:11, 2:11, 8:11; Lingenau - Rabbe 7:11, 10:12, 8:11; Martin - Pörtner 8:11, 7:11, 8:11; Schoppe - Manalaki 11:8, 11:8, 7:11, 11:9; Schmitt - Muschak 7:11, 12:10, 11:5, 8:11, 11:9; Meißner - Lippold 7:11, 8:11, 11:7, 4:11; Barghorn - Rabbe 11:7, 11:8, 12:10; Lingenau - Hasenpatt 11:9, 11:5, 4:11, 12:10; Meißner/Barghorn - Pörtner/Muschak 3:11, 8:11, 11:9, 7:11

Andreas Lehmkuhl