Beim Sichtungsturnier der niedersächsischen Mädchenstützpunkte hat die Auswahl des Stützpunktes Oldenburg die "Champions-Runde" der besten fünf Teams verpasst. Die Mannschaft von Trainerin Anna-Lena Lennartz spielte nach der Vorrunde in der "Challenger-Runde" weiter und belegte dort immerhin den ersten Platz. Insgesamt neun Spielerinnen der Jahrgänge 2014 und 2015 standen im Oldenburger Kader, darunter Mariella Acar (JSG Delmenhorst), Julia Unger (VfL Wildeshausen) und Gawlista Zola (VfL Stenum).
Am ersten Tag des Sichtungsturniers in der Karl-Laue-Halle Barsinghausen kassierte das Team Oldenburg Niederlagen gegen Ostfriesland (0:1) und Ems/Vechte (0:3). Gegen Göttingen hieß es 2:2, während die Nachwuchsfußballerinnen gegen Rotenburg (1:0) ihren einzigen Vorrundensieg landeten. Mit vier Punkten aus vier Spielen landete der Stützpunkt Oldenburg auf dem vierten Platz seiner Gruppe.
Die besten fünf Mannschaften aus den zwei Vorrundengruppen erreichten die "Champions-Runde". Für die Oldenburgerinnen ging es am zweiten Tag in der "Challenger-Runde" weiter. Dort holten sie neun Zähler aus vier Spielen. Gegen Göttingen (3:2), Verden (3:2) und Hannover (1:0) waren sie siegreich, nur gegen Rotenburg (1:3) setzte es eine Niederlage.
Den Sieg bei dem Sichtungsturnier sicherte sich das Team Osnabrück. Die Auswahl von Uwe Krebs und Maren Hilckmann blieb als einzige Mannschaft an beiden Tagen ungeschlagen. Ostfriesland lag auf Rang zwei, Ems/Vechte kam auf den dritten Rang. Vor der letzten Spielrunde hatte Ems/Vechte noch die Chance, Osnabrück durch einen Sieg im direkten Duell abzufangen. Doch die Osnabrückerinnen kamen durch zwei Treffer von Dana Hoppe (SC Glandorf) sowie ein Eigentor zu einem ungefährdeten 3:0-Erfolg.
„Es war ein richtig gutes Turnier auf einem sehr hohen Niveau“, bilanzierte Niedersachsens U12-Jahrgangstrainerin Lena Rusin. In den Partien sei es hin und wieder auch hitzig geworden, "aber das gehört dazu. Das sind Emotionen und die wollen wir auch sehen", betonte Rusin. Aus den insgesamt 90 Spielerinnen wurden 20 ausgewählt, die während der Zeugnisferien vom 31. Januar bis 1. Februar an einem Lehrgang in Barsinghausen teilnehmen dürfen. Wer nominiert wurde, teilte der Niedersächsische Fußball-Verband (NFV) noch nicht mit.
Am Abend des ersten Turniertages standen Trainerinnen und Trainer im Mittelpunkt, die für ihre langjährige Tätigkeit am Stützpunkt geehrt wurden. „Alle Spielerinnen sind hier, weil engagierte Menschen sich kümmern, sichten, trainieren und entwickeln. Auf und neben dem Platz“, betonte Tim Schwabe, der NFV-Teamleiter Qualifizierung. In den Kalenderjahren 2024 und 2025 hätten sich rund 30 niedersächsische Talente in das Blickfeld des Deutschen Fußball-Bundes gespielt. „Daran habt ihr einen großen Anteil", betont Schwabe.
Für mindestens zehnjährige Arbeit an einem Mädchen-Stützpunkt wurden geehrt: Stefan Vormund, Maria Frohberg, Katrin Schulte, Uwe Krebs, Indre Lüdersen, Sven Kathmann, Kerstin Jäger und Kai Kuschel. Für mindestens 20 Jahre am Stützpunkt wurden Cordula Meyer, Meike Berger und Marion Wagner ausgezeichnet.