Der TV Oyten III hat am Wochenende in der Handball-Landesliga Heimrecht genossen und die erste Niederlage der Saison kassiert. Für den TSV Morsum stand hingegen eine der kürzeren Auswärtsfahrten der Saison an. Es ging zur SG Findorff II. Im Bremer Westen waren die Frauen von der linken Weserseite erfolgreich.
TV Oyten III - Hagener SV 38:39 (17:19): Viele Tore gab es am Sonntag in der Pestalozzihalle zu bestaunen. Dass es seine Mannschaft am Ende war, die einen Treffer weniger zu dem torreichen Spiel beigetragen hat, ging für TVO-Trainer Jannik Sievers insgesamt in Ordnung. "Hagen war die beste Mannschaft, auf die wir bislang getroffen sind", sagte Sievers. Denn seine Sieben lag fast über das gesamte Spiel im Hintertreffen. "In der 45. Minute waren es sogar sechs Tore", schilderte Sievers.
Der TVO versuchte noch einmal alles. Sievers: "Wir haben umgestellt und mit einer offenen Deckung agiert. Damit kam Hagen nicht klar." Bei den Gästen schlichen sich Fehler ein, sodass Oyten wieder herankam und wenige Sekunden vor Spielende sogar den 35:35-Ausgleich erzielte. "Mit dem letzten Angriff hat Hagen dann aber auch noch einmal getroffen", sagte Oytens Trainer. Jannik Sievers hätte die weiße Weste naturgemäß gerne behalten, doch am Ende müsse man die Leistung des Gegners eben auch anerkennen, zeigte sich Oytens Trainer als fairer Verlierer. "Wir haben das Tempospiel des Gegners nicht in den Griff bekommen."
SG Findorff - TSV Morsum 16:26 (11:13): Am Ende stand zwar ein klares Ergebnis für den Gast aus dem Kreis Verden auf der Anzeigentafel, allerdings habe es danach lange Zeit gar nicht ausgesehen, schilderte Morsums Trainer Gerd Meyer. "Lange ging es hin und her", sagt der Übungsleiter. Besonders im ersten Durchgang gab es wechselnde Führungen: Zunächst lag Findorff mit 9:7 vorne, zur Pause führte der TSV mit 13:11.
"Entscheidend waren dann die letzten 20 Minuten", sagte Gerd Meyer. In diesem Zeitraum kassierten die Morsumerinnen nur noch zwei Gegentore und schraubten den Vorsprung nach oben. "Die Abwehr sowie unsere Torhüterinnen Maja Erasmie und Kim Rastedt haben den Unterschied gemacht", sagte Meyer. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist laut Meyer zudem gewesen, dass die Gäste die wesentlich bessere Trefferquote vom Siebenmeterstrich hatten: Morsum verwandelte von zwölf Strafwürfen zehn, während Findorff bei zehn Versuchen nur vier im Tor unterbrachte.
Florian Cordes