Durchatmen beim abstiegsbedrohten Fußball-Landesligisten SVV Hülsen. Nach zwei Niederlagen in Folge belohnte sich die Mannschaft von Jan-Christian Dahlke mit einem Punkt. Gegen den Rotenburger SV kam der Aufsteiger nach einem 0:2-Rückstand zur Pause durch die Treffer von Marcel Meyer (60.) und Sipan Sürer (88.) noch zu einem 2:2-Unentschieden.
Der Pausenrückstand wurde durch eine starke Energieleistung des SVV wettgemacht. Das Team von Dahlke gab sich nie auf und kam nach einer Stunde zum erhofften Anschlusstor. Es wurde von Marcel Meyer erzielt, nachdem der Ball zuvor gleich zweimal von RSV-Keeper Jascha Tiemann abgeklatscht worden war. "Der Treffer war ein Zeichen des Willens", freute sich Dahlke, dessen Elf in der Folge weiter am Ausgleich arbeitete.
Allerdings mussten die Hülsener bis zur 88. Minute warten, ehe Sipan Sürer den umjubelten Treffer zum 2:2 erzielte. Sürer war gerade einmal fünf Minuten auf dem Platz, als er von Felix Wolf angespielt wurde und unhaltbar mit einem Flachschuss ins lange Eck traf. "Wir waren in dieser Phase am Drücker. Zum Glück hat die Zeit gereicht, sodass wir das erlösende Tor erzielten", sagte Dahlke. Zuvor hatten bereits Wolf und Tjare Müller gute Gelegenheiten, um den Spielstand auszugleichen. Beide Hülsener Spieler scheiterten aber an Tiemann.
Die erste Hälfte verlief für den SVV wie in den vergangenen Wochen. "Wir hatten vor der Pause nicht das Glück, das unser Gegner hatte", sagte Dahlke und verwies dabei auf die Großchance, die Justus Meyer beim Stand von 0:1 ausließ. Aus sechs Metern drosch der SVV-Angreifer den Ball über den Kasten. Den RSV-Führungstreffer markierte Leon Krämer per Fernschuss, der für Keeper Dennis Richter unhaltbar abgefälscht wurde (23.).
Beim 0:2 offenbarten sich Hülsener Abwehrschwächen bei einer Standardsituation, denn Moritz Schmökel durfte nach einer Ecke ungehindert einköpfen (45.). Am Ende überwog beim SVV die Freude. "Unser Aufwand trug endlich Früchte", war Dahlke froh, dass es noch für einen Zähler reichte.