Nach Terminkomplikationen musste der für Mitte Juni im Stadion Obervieland geplante Hermann-Dressel-Cup in den Mai verschoben werden, wobei die Kollision mit der Bahneröffnung des LC Hansa in Stuhr-Moordeich in Kauf genommen werden musste. In Bremen waren fünf LGKV-Athleten aktiv, in Moordeich zwei.
Das herausragende Ergebnis in Bremen lieferte wieder einmal die Etelserin Larissa Oetting, die mit lautem Jubel ihren Sprung über 1,72 Meter feierte. Mit dieser persönlichen Besthöhe erfüllte die 19-Jährige schon im zweiten Wettkampf der Freiluftsaison 2026 die Qualifikationsnorm zur Deutschen Meisterschaft der U23-Juniorinnen, die Anfang Juli stattfinden wird.
Elf Monate zuvor hatte Oetting schon an gleicher Stelle mit 1,70 Meter ihren persönlichen Rekord verbessert, nun gelangen ihr 1,72 Meter im zweiten Versuch. Das war Platz zwei im Wettkampf mit der zwei Jahre älteren Amelie Schwabe vom DSC Oldenburg, die 1,72 Meter im ersten Durchgang übersprungen hatte. Beide scheiterten anschließend an 1,76 Meter.
Im gemeinsamen Hochsprungwettkampf mehrerer Altersklassen hätte der Verdener U18-Springer Illia Lastovetskyi gern auch eine neue Besthöhe gefeiert, er musste sich diesmal mit übersprungenen 1,76 Meter und Platz zwei seiner Altersklasse begnügen.
Larissa Oetting durfte im 100-Meter-Hürdenwettkampf noch einmal jubeln. Als Vorlaufzweite steigerte sie sich bei mäßigem Rückenwind auf 16,08 Sekunden, die sie danach als Endlaufzweite mit 16,33 Sekunden nicht ganz bestätigte. Mit 16,34 Sekunden gelang auch Diana Olbricht (Verden) als Dritte im 100-Meter-Hürdenvorlauf der U20-Jugend ein persönlicher Rekord, den sie als Endlaufdritte mit 16,72 Sekunden nicht mehr ganz erreichte. Mit 13,31 und 13,21 Sekunden jeweils als Dritte in Vor- und Endlauf ließ sie noch flotte Sprints folgen.
Flott unterwegs war auch Dianas jüngere Schwester Doreen Olbricht. Sie bestritt in Bremen ihre ersten beiden 100-Meter-Hürdenläufe. Ihr gelang als Vorlaufdritte der U18-Jugend mit 15,95 Sekunden eine starke Premiere. 16,62 Sekunden und Platz drei waren es im Endlauf.
Nachdem Doreen Olbricht als Weitsprungfünfte mit 4,55 Metern ihrer Vorjahresleistung nahegekommen war, trat sie noch am frühen Abend zu ihrem ersten 200-Meter-Rennen an. Als Fünfte gelang ihr mit 27,39 Sekunden eine starke Leistung, doch zu starker Rückenwind verhinderte die Aufnahme in die Bestenliste. Mit seinen 23,76 Sekunden über 200 Meter als Zweiter der U20-Jugend würde auch der Verdener Tibo Marquardt gern in die Bestenlisten einziehen, doch auch hier wehte der Rückenwind zu stark.
In Stuhr-Moordeich bestätigte die Oytenerin Skrolan Wilkens als Speerwurfsiegerin der Frauen mit 36,03 Metern ihre kurz zuvor erreichte Weite (36,08m). Als Zweite im Kugelstoß der W15-Jugend steigerte sich Nayla Häger (Bassen) auf 7,76 Meter.
Helmut Behrmann